Zwischenbericht zum 30. September 2009

10.11.2009

10. November 2009

Bilfinger Berger: Zwischenbericht zum 30. September 2009

  • Ergebnissteigerung im Dienstleistungsgeschäft
  • Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen
  • Verkleinerung des Baugeschäfts
  • Ausblick bestätigt

    In den ersten neun Monaten des Jahres 2009 erreichten Leistung und Auftragseingang von Bilfinger Berger die Größenordnung des Vorjahres. Trotz eines noch immer schwierigen Marktumfelds konnten die Dienstleistungseinheiten ihren Ergebnisbeitrag erneut steigern. Insgesamt war das Ergebnis, wie bereits berichtet, durch die Risikovorsorge für ein Straßenbauprojekt in Katar belastet.

    Beim Ausbau des Servicegeschäfts hat Bilfinger Berger einen wichtigen Erfolg erzielt. Durch die Übernahme des Industrie- und Kraftwerksdienstleisters MCE werden die Sparten Industrial Services und Power Services ihre führende Position in Europa weiter stärken. Der Erwerb steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe durch die Europäische Kommission. Zur Finanzierung des Kaufpreises in Höhe von 350 Mio. € hat das Unternehmen eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Durch Ausgabe von rund 8,8 Millionen Stückaktien wurde das Grundkapital der Gesellschaft im Oktober um 25 Prozent erhöht. Der Brutto-Emissionserlös belief sich auf rund 270 Mio. €.

    Bilfinger Berger beabsichtigt, sein Baugeschäft mit einer Leistung von rund
    6 Mrd. € im Jahr 2008 mittelfristig auf eine Größenordnung von 2 Mrd. € zu reduzieren. In diesem Zusammenhang untersucht der Konzern einen möglichen Börsengang seiner Aktivitäten in Australien. Im laufenden Jahr erreicht Bilfinger Berger Australia ein Leistungsvolumen von rund 2,6 Mrd. €.

    Das Baugeschäft wird auch künftig zu den Kernaktivitäten von Bilfinger Berger zählen. Synergien mit anderen Segmenten, beispielsweise mit den Betreiberprojekten, werden weiterhin genutzt. Frei werdende Mittel will der Konzern für die weitere Entwicklung des Dienstleistungssegments einsetzen. Durch die Verlagerung des Schwerpunkts auf den Dienstleistungsbereich werden Risikoprofil und Profitabilität weiter verbessert.

    Aufgrund der stetig wachsenden Bedeutung der europäischen Märkte für Bilfinger Berger wurden Vorbereitungen getroffen, das Unternehmen in eine europäische Aktiengesellschaft umzuwandeln. Der Beschluss soll von der Hauptversammlung im April 2010 gefasst werden.

    Leistung und Auftragseingang stabil

    In den ersten neun Monaten entwickelte sich die Leistung mit 7.841 Mio. € stabil, der Auftragseingang war mit 8.140 Mio. € unverändert. Der Auftragsbestand lag Ende September mit 10.992 Mio. € um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dies ist insbesondere auf den Ende 2008 erfolgten Verkauf der französischen Baubeteiligung Razel zurückzuführen.

    Ergebnisbelastung durch Risikovorsorge

    Wie bereits berichtet, wurde im dritten Quartal 2009 für das Projekt Doha Expressway in Katar eine Risikovorsorge in Höhe von 80 Mio. € gebildet. Danach ergab sich zum Stichtag ein EBIT von +140 (Vorjahr: +146) Mio. €. Im Vorjahr war das EBIT durch einen Einmaleffekt in Höhe von 65 Mio. € belastet, gegenläufig wirkte sich ein Veräußerungsgewinn von 9 Mio. € aus. Das Zinsergebnis verminderte sich auf -24 (Vorjahr -6) Mio. €. Das Ergebnis vor Ertragsteuern belief sich auf +116 (Vorjahr: +140) Mio. €, das Konzernergebnis auf +72 (Vorjahr: +90) Mio. €.

    Ausblick bestätigt

    Für das Geschäftsjahr 2009 rechnet Bilfinger Berger mit einer Leistung von über 10 Mrd. €. Der Konzern erwartet ein EBIT in Höhe von +210 bis +230 Mio. €, das Konzernergebnis wird voraussichtlich zwischen +110 und +120 Mio. € liegen.


Kennzahlen des Konzerns (in Mio. €)

-

9/09

9/08

? in %

12/08

Leistung

7.841

7.845

0

10.742

Auftragseingang

8.140

8.160

0

10.314

Auftragsbestand

10.992

11.773

- 7

10.649

EBIT

+ 140

+ 146

- 4

+ 298

Ergebnis vor Ertragssteuern

+ 116

+ 140

- 17

+ 284

Konzernergebnis

+ 72

+ 90

- 20

+ 200

Ergebnis je Aktie (in €)

+ 2,04

+ 2,51

- 19

+ 5,61

Investitionen
- davon Sachanlagen
- davon Finanzanlagen

260
97
163

566
166
400

- 54
- 42
- 59

697
237
460

Mitarbeiter

61.539

65.563

- 6

60.923