Rechtsstreit in Katar / Neue Ergebnisprognose

09.09.2009

9. September 2009

Bilfinger Berger: Rechtsstreit in Katar / Neue Ergebnisprognose

Bilfinger Berger erwartet die Beendigung des Vertrags über ein Straßenbauprojekt in Katar durch den Auftraggeber. Dieser ist trotz Intervention auf höchster politischer Ebene nicht bereit, offene Forderungen in dreistelliger Millionenhöhe zu begleichen.

Das Projekt leidet seit langem unter erheblichen Behinderungen und Verzögerungen, die allein durch den Auftraggeber zu verantworten sind. Aufgrund dessen hat sich die Bauzeit von ursprünglich 24 Monaten mehr als verdoppelt. Der Auftraggeber hat bereits die Verantwortung für 21 Monate Bauzeitverlängerung übernommen.

Über deren finanzielle Konsequenzen gibt es allerdings erhebliche Auseinandersetzungen, die teilweise gerichtlich anhängig sind. Der Auftraggeber sucht sich jetzt seinen finanziellen Verpflichtungen durch eine Beendigung des Vertragsverhältnisses zu entziehen.

Bilfinger Berger erwartet einen langwierigen Rechtsstreit vor lokalen Gerichten, dessen Ausgang trotz der eindeutigen rechtlichen Situation als ungewiss eingestuft werden muss. Das Unternehmen wird deshalb vorsorglich eine Rückstellung in Höhe von 80 Millionen € bilden. Dies führt zu einer Ergebnisbelastung im dritten Quartal.

Bislang war das Unternehmen von einem EBIT für das Gesamtjahr 2009 in Höhe von 250 Millionen € ausgegangen. Bedingt durch die Ergebnisbelastung, die teilweise durch eine bessere Entwicklung im Dienstleistungsbereich kompensiert werden kann, ist nunmehr ein EBIT in Höhe 210 bis 230 Millionen € zu erwarten.

gleichlautend ad-hoc veröffentlicht