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Planet

 

Schutz des Klimas
und der natürlichen
Ressourcen

 

 

 

Mit unserem Leitbild und unserem Verhaltenskodex bekennen wir uns klar zur Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt. Unser Geschäftsmodell besteht überwiegend aus Dienstleistungen, die von unseren Mitarbeitern oder Nachunternehmern an den Standorten der Kunden erbracht werden. Wir verfügen auch über einige Werkstätten für Vorort-Reparaturmaßnahmen sowie kleinere Produktionsstätten, die je nach Kundenanforderungen spezielle Anlagenteile herstellen. 

Bilfinger misst insbesondere dem Klimaschutz eine hohe Bedeutung bei. Obwohl wir weitaus weniger Energie benötigen als produzierende Unternehmen, möchten wir zu einer Reduzierung der Treibhausgase beitragen.  

Zudem wollen wir auch mit unserem Produktportfolio einen Beitrag leisten und unsere Kunden bei der Energiewende unterstützen. Dies wird auf der Website Customer unter Nachhaltige Industrieservices dargestellt.

 

Unser Konzept

Im Bilfinger Konzern werden Energieverbrauchsdaten auf Ebene der operativ tätigen Einheiten erhoben. 39 Konzerngesellschaften sind mit 131 Standorten nach der internationalen Umweltmanagementnorm DIN EN ISO 14001 zertifiziert. So gehen operative Einheiten unseres Konzerns damit bereits seit Jahren auf Anforderungen von Seiten ihrer regionalen und lokalen Kunden ein.  

Mit der Einführung einer neuen Software zur Erhebung des Energieverbrauchs sowie der Berechnung der damit verbundenen Treibhaushas (THG)-Emissionen haben wir einen strukturierten  Erfassungsprozess aufgebaut sowie die interne Berichterstattung von Energieverbrauch und THG- Emissionen dem Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) entsprechend ermöglicht.  

Somit haben wir das im Geschäftsjahr 2020 erarbeitete Konzept für die Berichterstattung im  Jahr 2021 implementiert. Wir arbeiten dabei mit der Enterprise Sustainability Management (ESM)  Software von WeSustain.  

Der Energiebedarf hat den größten direkten Einfluss auf unsere Treibhausgasemissionen. Der  wesentliche Anteil am Energiebedarf stammt von unseren Liegenschaften sowie der Bilfinger Fahrzeugflotte.  

Wir unterscheiden zwischen der Energie, die wir primär für die Geschäftsprozesse erzeugen,  und jener, die wir von Versorgern beziehen. Als primäre Energiequellen dienen beispielsweise Erdgas, das zur Erzeugung von Wärme in Liegenschaften dient, oder Diesel, der als Antriebskraftstoff  in Fahrzeugen verbrannt wird. Als sekundäre Energie beziehen wir Strom, Dampf und Kälte an unseren konzernweiten Standorten von lokalen Versorgern. 


Unser Ziel: "Net Zero"  in GHG Scope 1 und 2 bis spätestens 2030

Energieverbrauch

Gesamtenergieverbrauch

 

 

 

Im Vergleich zum Vorjahr (2020) stieg der Gesamtenergieverbrauch des Konzerns um 9 Prozent auf 217 GWh (2021).

Das niedrigere Niveau in 2020 ist überwiegend auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführen. Sie führte im Jahr 2020 an einigen Standorten zur Reduktion von Aktivitäten, die im Jahr 2021 wiederaufgenommen wurden.



Gesamtenergie­verbrauch nach Sektoren

Details zur Datenerhebung

Berichtet wird hier der primäre und sekundäre Energieverbrauch, der dem Greenhouse Gas Protocol folgend für Scope 1 und Scope 2 der THG-Emissionen als relevant eingestuft wurde. Im Falle einer nicht kalendergerechten Abrechnung, beispielsweise wenn die Jahresabrechnung noch nicht vorlag, wurden für die Werte für 2021 die Daten auf Basis der Werte für 2020 vervollständigt. Bei Pauschalmieten wurde der durchschnittliche Verbrauchswert je Quadratmeter analog zu ähnlichen Standorten berechnet.

Für die THG-Berichterstattung haben wir gemäß der Methodik des Greenhouse Gas Protocol die organisatorischen Grenzen (organizational boundaries) festgelegt. Wir haben den Ansatz der finanziellen Kontrolle (financial control approach) gewählt. Damit orientiert sich die Berichterstattung an der Finanzorganisation und betrachtet alle vollkonsolidierten Gesellschaften mit Ausnahme solcher, die sich im Verkaufsprozess befinden (Other Operations).

Direkte Treibhausgasemissionen stammen aus Quellen, die Bilfinger gehören oder durch Bilfinger finanziell kontrolliert werden, also in IFRS-16-relevanten Leasingverträgen bezogen werden.

Bei Scope 1 bezieht sich dies auf:

  • Verbrennung von Erdgas, Öl und weiteren Stoffen für die Heizung der Liegenschaften
  • Emissionen von Fluorkohlenwasserstoffen (HFC) bei der Nutzung von Klimaanlagen in den Liegenschaften
  • Verbrennung in eigenen oder geleasten Fahrzeugen und Maschinen 

 

Scope 2 umfasst die Treibhausgasemissionen aus der Erzeugung von Strom, Dampf, Wärme und Kälte, die das Unternehmen von Versorgern bezieht (indirekte Emissionen). Dies umfasst:

  • Stromverbrauch in Liegenschaften, Flotte und Maschinen
  • Bezogene Fernwärme, Dampf und Kühlung

 

Bei der Berichterstattung über die indirekten Emissionen (Scope 2) unterscheiden wir nach den Methoden marktorientiert und standortorientiert und folgen damit der GHG Protocol Scope 2 Guidance. Für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 weisen wir die Scope-2-Emissionen nach der standortbezogenen Methode aus. Bei dieser Methode werden die Emissionsfaktoren als durchschnittlicher Landeswert für die jeweiligen Standorte verwendet. Wir nutzen dazu eine Datenbank des Anbieters Ecoinvent. Grundlage der Ermittlung ist der Wert aus der Methodik des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change) IPCC 2013-climate change-GWP 100a-(kg CO2-Eq) per 1 unit of reference product. Die Emissionen werden in CO2-Äquivalenten ausgewiesen.

Die zusätzliche Ermittlung nach der marktorientierten Methode, bei der der tatsächliche Strommix vom jeweiligen Versorger berücksichtigt wird, soll ab 2022 schrittweise hinzugefügt werden.

Treibhausgas-Emissionen

THG-Emissionen nach Scope 1 und Scope 2

Im Vergleich zum Jahr 2020 sind die Scope-1- und Scope-2-relevanten Treibhausgasemissionen  (CO2-Äquivalente) von Bilfinger im Jahr 2021 um 5 Prozent auf 59.373 metrische Tonnen CO2 Äquivalente gestiegen (im Vorjahr 56.136 tCO2e).  

 

 

 

In meinem Job kann ich zur Reduzierung von Treibhausgasen beitragen: Ich begleite unsere Kunden in sämtlichen Schritten, ihre Prozesse, Abfälle und ihren Rohstoffverbrauch nachhaltiger zu machen. Dadurch leiste ich einen wichtigen Beitrag für eine innovative Zukunft."

Jordi KoesBerater für Nachhaltigkeit in der Industrie bei Bilfinger Tebodin



Netto-Null-Emission bis spätestens 2030

In unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere THG-Emissionen schrittweise zu reduzieren und spätestens bis zum Ende des Jahres 2030 Netto-Null-Emissionen (Net Zero) zu erreichen. Dies umfasst bei nicht vermeidbaren Emissionen auch den Mechanismus des Ausgleichs durch Investition in zusätzliche CO2-reduzierende Projekte sowie Carbon Credits. Im kommenden Geschäftsjahr wollen wir die im Jahr 2021 erstmals erhobenen Daten detailliert analysieren, um entsprechende Maßnahmen und Unterziele abzuleiten und die Entwicklung unserer THG-Emissionen zu managen.

 

Details zur Roadmap

Wir setzen dabei intern auf einen partizipativen Ansatz. Es ist uns ein Anliegen, auf allen Ebenen die Breite der Belegschaft an der Umsetzung teilhaben zu lassen. Zudem können wir so auf die regional unterschiedlichen Regularien und Gesetzgebung eingehen. Für die Verankerung der Ziele sollen unterschiedliche Instrumente zum Einsatz kommen, beispielsweise, indem persönliche Ziele entsprechend definiert werden oder die Nachhaltigkeitsstrategie als Fokusthema bei Managementveranstaltungen und Führungskräfteentwicklungsprogrammen positioniert wird.

Haupthebel zur Erreichung des Net-Zero-Ziels sind aus heutiger Sicht die Elektrifizierung der Flotte – insbesondere der Personenkraftwagen – sowie die Veränderung des eingekauften Strommixes hin zu mehr erneuerbaren Energien.

Zudem wollen wir die Erhebung unserer THG-Emissionen weiterentwickeln. Wir planen, den Aufbau der Scope-3-Datenerhebung zu konzipieren und dann schrittweise in unserem System zu implementieren. Aufgrund der im Vergleich zu Scope 1 und Scope 2 deutlich größeren Komplexität wird dies voraussichtlich jedoch nicht im Jahr 2022 abgeschlossen werden können. Dies trifft ebenso auf die Definition von differenzierten Unterzielen zu. In diesem Kontext wollen wir uns auch mit den Anforderungen der Science Based Targets Initiative auseinandersetzen und die möglichen Implikationen für Bilfinger bewerten.

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