Rundum-Sorglos-Paket für die Life-Science-Branche

Bilfinger verbindet verfahrenstechnisches mit digitalem Know-how

Kostendruck, Konkurrenz und das Rennen um die schnellste Zulassung am Markt: Vor welchen Herausforderungen die Pharmabranche steht und wie Bilfinger die Kunden dabei unterstützt, lesen Sie im Interview mit Lars Malter, Geschäftsführer bei Bilfinger GreyLogix GmbH und Claudia Nachbur, Sales Director bei Bilfinger Industrietechnik Salzburg GmbH.

Welchen Herausforderungen sieht sich die Life-Science-Industrie aktuell im Bereich Anlagenbau und Produktion gegenüber?

Claudia Nachbur: In der Pharma- und Biotechbranche herrscht ein großer Kosten- und auch Wettbewerbsdruck. Die Branche sieht sich drei großen Herausforderungen gegenüber: erstens time-to-market. Das bedeutet, dass die Geschwindigkeit, mit der Impfstoffe oder auch andere Therapeutika auf den Markt kommen, von sehr großer Bedeutung ist. Derjenige, der es schafft, als Erster eine Zulassung für seinen Wirkstoff zu erhalten, hat einen Wettbewerbsvorteil. Zweitens müssen die Produkte in höchster Qualität zur Verfügung stehen und den strengen Anforderungen der Zulassungsbehörden an die Produktion, die Sicherheit und die Qualität genügen. Drittens stehen die Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Produkte zu einem wettbewerbsfähigen Preis anzubieten.  

Lars Malter: Als langjähriger Partner der Life Science-Industrie beobachten wir einen Trend zur Prozessoptimierung, zur Digitalisierung und zur Effizienzsteigerung. Hier kommen wir mit unserem Leistungsspektrum ins Spiel. Mit unserer neuen Business Line Life Science, die die verfahrenstechnischen Kompetenzen der Bilfinger Industrietechnik Salzburg mit dem sehr guten digitalen Know-how von Bilfinger GreyLogix verbindet, bieten wir der Branche ein Rundum-Sorglos-Paket an. Dieses umfasst alle Disziplinen, die diese brauchen, um ihre technischen Produktionsprozesse im Griff zu haben, und zwar aus einer Hand. Unser Angebot umfasst Dienstleistungen und Engineering sowie Technologieentwicklung, Beratung für die Optimierung, Qualifizierung und Validierung von Produktionsprozessen. Dabei ist uns der Aufbau bestmöglicher Kundennähe über Teams sehr wichtig, die vor Ort eine dauerhafte Betreuung sicherstellen.

Mit unserer neuen Business Line Life Science bieten wir der Branche ein Rundum-Sorglos-Paket an.

Lars Malter, Geschäftsführer bei Bilfinger GreyLogix

Haben sich die Anforderungen der Branche während der Corona-Pandemie verändert?

Lars Malter: Der Druck, schneller mit einem Impfstoff auf den Markt zu kommen, hat sich durch die Corona-Pandemie erhöht. In Rekordzeit haben wir einen Pharmakunden beim Umbau von Anlagen für die industrielle Produktion eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus unterstützt. Durch die Unterstützung beim Umbau der bestehenden Anlagen hat der Kunde nicht nur Zeit, sondern auch Kosten gespart. In der Regel dauert der Neubau einer Produktionsanlage rund ein bis anderthalb Jahre.

Für ein US-amerikanisches Pharmaunternehmen haben wir eine komplette Produktionsanlage von der Stunde null an auf die Beine gestellt.

Claudia Nachbur, Sales Director bei Bilfinger Industrietechnik Salzburg

Welches sind die wichtigsten Kernleistungen und Services, die aktuell von der Branche bei Bilfinger nachgefragt werden?

Claudia Nachbur: Was die Branche benötigt, deckt sich mit unseren Kernleistungen für die technischen Produktionsprozesse, Dienstleistungen und Beratungen. Unsere Leistungen umfassen bereits heute die konzeptionelle Planung von Produktionsanlagen, wie zum Beispiel Bioreaktoren, den Anlagenbau, die  Inbetriebnahme sowie die Wartung und die Optimierung bestehender Anlagen.

Lars Malter: Wir entwickeln uns kontinuierlich weiter und arbeiten auch mit Forschungseinrichtungen wie der Technischen Universität Wien oder auch der Universität für Bodenkultur in Wien zusammen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes haben wir die Software Qubicon entwickelt. Sie sammelt und verarbeitet alle Daten der angebundenen Prozessgeräte wie etwa von Bioreaktoren und Analysegeräten automatisch und in Echtzeit. Mit unserem Operational Excellence-Ansatz verfolgen wir die Trends in der Branche, um noch näher an den Bedürfnissen der Kunden zu sein und mit unserem Portfolio auch zukünftig der Supplier-of-Choice für die Pharmabranche zu sein.

Welches Projekt hat Sie besonders beeindruckt und warum?

Claudia Nachbur: Für ein US-amerikanisches Pharmaunternehmen haben wir eine komplette Produktionsanlage von der Stunde null an auf die Beine gestellt. Beginnend mit dem ersten Kundengespräch, in dem der Kunde uns die Volumina und den Zeitpunkt der Fertigstellung vorgegeben hat, haben wir alle erfolgskritischen Leistungen erbracht. Wir waren ein Partner für die gesamte Prozesstechnik, der von der Spezifikation (URS) bis zur Inbetriebnahme alle Gewerke und Fachdisziplinen abdeckte. Das umfasste Prozessdesign, Engineering, Automation, Fertigung, Installation und Dokumentation. Es handelte sich um ein richtiges Ultra-Fast-Track-Projekt: Was normalerweise vier Jahre benötigt, mussten wir in nur zwei Jahren realisieren.

Über Bilfinger Industrietechnik Salzburg

Bilfinger Industrietechnik Salzburg plant, fertigt und errichtet Rohrleitungen, Anlagen und Systeme für die Biotech- und Pharmabranche. Das Leistungsspektrum umfasst den gesamten Lebenszyklus einer Anlage – von der Idee über die Montage und Inbetriebnahme bis zur Wartung. Mit fortschrittlichen Produkten wie Qubicon® erweitert Bilfinger Industrietechnik Salzburg ihr Leistungsspektrum in Richtung intelligenter Bioprozesstechnik von morgen.

Ihr Kontakt bei Fragen:

Lars Malter
Geschäftsführer bei Bilfinger GreyLogix GmbH
Tel. +49 461 505487-187
E-Mail

Claudia Nachbur
Sales Director bei Bilfinger Industrietechnik Salzburg GmbH
Tel. +41 43 4439116
E-Mail

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