Kryo-Testanlage der zentralen ITER Solenoid Modulspulen erfolgreich abgenommen

14.10.2016

Die Bilfinger-Tochtergesellschaft, Babcock Noell, hat vor kurzem das Kryostatsystem für den Abschlusstest der ITER Central Solenoid Modulspulen (CS) ausgeliefert. Es wurde vom Kunden General Atomics (GA) im Beisein des Endkunden ITER erfolgreich abgenommen.

Die Kryo-Testanlage wird in Verbindung mit anderen Teilsystemen verwendet, um Tests bei extrem tiefen Temperaturen an den Magnetmodulen durchzuführen. Die Endprüfung umfasst Vakuum-Leckprüfungen, Hochspannungstests für elektrische Isolationen, kryogene Prüfungen und Vollstromtests bei einer Temperatur von -269 °C. Hierbei werden extrem hohe magnetische Felder von den Spulen erzeugt.

Im nächsten Schritt werden Spezialisten der Babcock Noell das GA Personal vor Ort schulen, um mit der Testkammer die umfangreichen Tests der ITER-Spulen durchführen zu können.

ITER ist ein seit 2007 im Bau befindlicher Kernfusionsreaktor und ein bedeutendes internationales Forschungsprojekt mit dem Ziel, die wissenschaftliche und technologische Realisierbarkeit der Fusionsenergie zu demonstrieren. Das CS Magnetsystem ist eine der supraleitenden Magnetgruppen, die den Kontakt des heißen Plasmas mit den Wänden innerhalb der Reaktorkammer auf ein Minimum reduzieren sollen. Sie sind somit eine der Schlüsselkomponenten der ITER Maschine. Das CS Magnetsystem besteht aus 6 einzelnen Modulen. Diese werden später am ITER-Standort in Südfrankreich zusammengebaut und bilden ein 12,8 Meter hohes supraleitendes Magnetsystem.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Michael Gehring, michael.gehring*Den Text zwischen den * loeschen, dies ist ein Spamschutz*@bilfinger.com.

Das Bild zeigt einen Testbehälter der Babcock Noell zur kryogenen Prüfung der Magnetmodule.