Bilfinger zerlegt Großkomponenten von ehemaligem Kernkraftwerk

08.03.2019

  • Bilfinger startet Rückbau von Großkomponenten im RWE-Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich
  • Neues Demontagekonzept ermöglicht kosteneffiziente Abbaumaßnahme

Für das ehemalige Kernkraftwerk des RWE Konzerns in Mülheim-Kärlich übernimmt der Industriedienstleister Bilfinger den Abbau von zwei Dampferzeugern. Mit einem deutschlandweit einmaligen Demontagekonzept überzeugte die Tochtergesellschaft Bilfinger Noell im Vergabeverfahren den Kunden. Die Aufträge werden im Geschäftsbereich Technologies verbucht.

Die jeweils 450 Tonnen schweren Dampferzeuger aus Stahl werden mit Sondermaschinen vor Ort vollständig zerlegt. Hierfür nutzt Bilfinger eine speziell entwickelte Zerlegetechnik, die den Abbau der Dampferzeuger im Einbauzustand ermöglicht – eine neue Technologie beim Rückbau von Kernkraftwerken. Denn diese Zerlegetechnik wird erstmalig in einem Rückbaukonzept eingesetzt.

Bilfinger-CEO Tom Blades: „Bilfinger ist Teil der Energiewende. Dazu gehört auch, Kraftwerke mit intelligenten Konzepten und Spezialwerkzeugen rückzubauen. Unsere Technologie steigert die Effizienz des Rückbaus und spart Kosten.“

Mit Bilfinger hat RWE einen Partner, der die Rückbau-Dienstleistungen aus einer Hand anbietet. Dabei erspart das neuartige Verfahren RWE kostenintensive Umbaumaßnahmen sowie aufwendige Spezialtransporte zu den Zerlegebetrieben. Während bisherige Rückbauverfahren die Einrichtung geeigneter Transportwege sowie u.a. die Vergrößerung der Schleusen erforderten, kann Bilfinger die Arbeiten direkt im Kontrollbereich durchführen. Für die Zerlegung der beiden schwergewichtigen Dampferzeuger mit einer Höhe von rund 25 Metern sowie einem Durchmesser von vier Metern benötigt das Unternehmen rund zwei Jahre.

Vor einem Jahr erstellte Bilfinger in Zusammenarbeit mit RWE zunächst die notwendigen Antragsunterlagen. Das Umweltministerium Rheinland-Pfalz hatte die notwendige Genehmigung erteilt.

 

Bilfinger Rückbau AKW Mühlheim-Kärlich - RWE

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