Bilfinger verleiht sich einen neuen Anstrich

27.08.2018

  • Bilfinger-Zentrale zieht in ein neues Gebäude

Bilfinger schließt ein Kapitel der Unternehmensgeschichte ab. Vor rund 60 Jahren bezog das Unternehmen das Hochhaus am Carl-Reiß-Platz. Mit einem der ersten Hochhäuser in Mannheim setzte das Unternehmen damals einen besonderen städtebaulichen Akzent in der Augusta-Anlage. Jetzt zieht die Konzernzentrale Ende August in einen Neubau auf dem ehemaligen Vögele-Gelände im Stadtteil Almenhof.

Personalvorstand Michael Bernhardt: „Für uns ist der Umzug eine Chance, uns zum traditionellen Standort Mannheim zu bekennen und gleichzeitig den Aufbruch zu signalisieren. Letztes Jahr haben wir unsere neue Strategie vorgestellt. Jetzt setzen wir ein Zeichen, dass bei Bilfinger etwas Neues beginnt. Eines der Kernelemente ist, dass wir die Mitarbeiter näher zusammenbringen, auch in der Zentrale."

Mit seiner neuen Konzernzentrale wird das Unternehmen Räumlichkeiten beziehen, die den Anforderungen an die modernere Arbeitswelt entsprechen. Neben der zentralen Lage in Bahnhofsnähe mit hervorragender Verkehrsanbindung bedeutet dies vor allem, dass das neue Gebäude offen und hell ist sowie einen kommunikativen Charakter hat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zukünftig in Flächenbüros mit modernster technischer Ausstattung arbeiten. Telefone wird es nur noch in Ausnahmefällen geben. Stattdessen erhalten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Headsets, über diese sie weltweit unter derselben Telefonnummer erreichbar sind. Darüber hinaus ist das neue Gebäude mit einer besonderen Geräuschisolierung sowie Akustikdecke ausgestattet und verfügt über neueste Energiestandards, z.B. bei der Kühl- und Heiztechnik.

Mitarbeiter reden mit

Zur Umsetzung dieses Konzepts wurde für die Gestaltung der Innenräume eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Beschäftigungsgruppen und Fachbereiche der Zentrale gebildet, die ihre Anregungen und Ideen einbringen konnten. Der Vorteil der neuen Umgebung: „Sie fördert eine kommunikativere Arbeitskultur mit besseren Abstimmungsmöglichkeiten, stärkerer Zusammenarbeit und größerer Nähe zum Vorstand“, so eine Mitarbeiterin. „Das ist die Chance, sich untereinander noch besser kennenzulernen“.

140 Jahre Unternehmensgeschichte ziehen um

Der Standortwechsel ist eine logistische Herausforderung. Denn Umzug bedeutet in erster Linie Auszug. Papierstapel von der Größe eines Hochhauses müssen entsorgt werden. Hunderte von Arbeitsstunden sind für die Räumungsarbeiten notwendig. Allein der Auszug des Mobiliars dauert zwei Arbeitswochen.

Hunderte Tonnen Material sind zu bewegen. Und dabei soll die gesamte Bilfinger-Mannschaft möglichst arbeitsfähig bleiben. 16 Seecontainer mit Registratur-Unterlagen werden auf der Friesenheimer Insel eingelagert. Ein Teil der Büroausstattung wird an karitative Einrichtungen abgegeben.

Für das Historische Archiv des Unternehmens werden besondere Vorkehrungen getroffen. Für rund 1000 laufende Meter Akten, Fotografien, Filme und andere historisch bedeutende Dokumente werden Magazinflächen im MARCHIVUM, dem neuen Domizil des Mannheimer Stadtarchivs, angemietet.

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