„Arbeitssicherheit hat ganz klar Priorität“

Ein Teil von Bilfinger ist Michael Benisch schon seit 2012. Bei der Tochtergesellschaft Bilfinger Industrial Services GmbH ist er verantwortlich für die Bereiche HSEQ (Health, Safety, Environment, Quality) in Österreich und der Schweiz. 

Herr Benisch, wie sind Sie zu Bilfinger gekommen?

„Ich war zuvor bereits bei anderen Firmen in der Forschung und Entwicklung sowie in der Produktion tätig. Für mich war es an der Zeit, etwas Neues zu wagen. Der Dienstleistungsbereich war daher für mich sehr interessant. Deshalb habe ich die Chance ergriffen, bei Bilfinger einzusteigen.

Was macht die HSEQ Abteilung denn tagtäglich?

„HSEQ befasst sich im Großen und Ganzen mit der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter sowie mit allen Umwelt- und Qualitätsaspekten hinsichtlich unserer Dienstleistungserbringung. Insbesondere liegt unser Fokus aber auf der Arbeitssicherheit. Das ist bei uns ganz klar ein Prioritätsthema, denn die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist das höchste Gut. Unser Ziel ist es ein unfallfreies Unternehmen, mit einer jederzeit gesunden und einsatzfähigen Mannschaft zu sein.“

Arbeitssicherheit ist ein enorm wichtiger Aspekt für Bilfinger. Mit welchen Maßnahmen tragen Sie dazu bei, die hohe Sicherheit bei Bilfinger zu gewährleisten?

„Unser Ziel ist es natürlich, Arbeitsunfälle zu vermeiden. Deshalb ist es enorm wichtig, unsere Mitarbeiter über Arbeitssicherheit ständig zu informieren, sensibilisieren und zu unterweisen bzw. zu trainieren. Aus diesem Grund haben wir Safety Poster, Workshops und Active Safety Days eingeführt. Bei den Active Safety Days nehmen im Vergleich zu sonst oft üblichen Workshops unsere Mitarbeiter aktiv teil. Der Fokus liegt hier auf dem praktischen Teil, sowie darauf die Thematik Sicherheit den Mitarbeitern begreifbar zu machen. Es gibt dabei verschiedene Stationen und Module, welche die Mitarbeiter absolvieren. Somit können wir sicherstellen, dass das Gelernte auch für unsere Kollegen umsetzbar ist. Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter Sicherheit erleben und so auch verinnerlichen können.

Was hat sich in Ihrem Tätigkeitsbereich durch Covid-19 alles verändert?

„Unsere alltäglichen Aufgaben bestehen oft aus Sicherheitsbegehung, Evaluierungen, Beratungen, Unfallanalysen und Kontakt zu Behörden, Lieferanten und unseren Kunden. Dadurch, dass die Pandemie unerwartet kam, hatten wir zuerst tägliche und dann wöchentliche Krisenmanagement Meetings einberufen. Anfangs stand viel Dokumentation an. Dann haben wir COVID-Schutzartikel wie Masken, Handschuhe, Desinfektionsmittel sowie COVID-Selbsttests bereitgestellt. Momentan bauen wir unsere Impfinfrastruktur aus. Bei vielen unserer Prozesse sind wir aufgrund von Corona auf virtuelle Alternativen umgestiegen. So haben wir angefangen virtuelle Begehungen im Zuge von Audits oder Safety Walks durchzuführen, dazu nutzen wir den Bilfinger Virtual Safety Manager. Das läuft dann folgendermaßen ab: ein Kollege ist vor Ort an der Werkstätte und das Team ist virtuell dazu geschaltet und kann diese gemäß unseren Sicherheitsstandards begehen bzw. prüfen. Somit konnten wir auch stark unsere CO2-Emissionen aufgrund von Reisen reduzieren.“

Das klingt nach vielen spannenden Tätigkeitsbereichen. Was schätzen Sie besonders an Ihrem Beruf?

„Mir gefällt es, dass der Beruf so spannend und vielfältig sein kann, es gibt keinen Tag der gleich ist. Wir bilden ein Fundament für unsere operativen Einheiten und stehen für die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter ein. Wir sind Ansprechpartner für Mitarbeiter, Kunden und Behörden und können weltweit Projekte durchführen. Und auch, dass wir in der „Bilfinger HSEQ- Community“ immer übergreifend zusammenarbeiten und stets an einem gemeinsamen Strang ziehen, macht unsere Tätigkeit so interessant.“

Was verbinden Sie persönlich mit unserem Slogan „We make it work“?

„We make it work wird bei uns großgeschrieben. Für mich bedeutet dies, dass wir das Bestmögliche für unsere Kunden erreichen wollen. Wir arbeiten effizient und stellen unseren Kunden zu jeder Zeit in den Mittelpunkt unserer Tätigkeit.“

Was war ein besonderes Projekt, an das Sie sich gerne erinnern?

„2018 haben wir ein Sicherheitsrad entworfen. Dabei kann man an dem Rad drehen und es werden verschiedene Simulationen rund um Arbeitssicherheit durchgespielt mit dem Ziel Sicherheit (be)greifbar zu machen. Insbesondere liegt der Fokus darauf, was passieren kann, wenn wir nicht richtig geschützt arbeiten. Es ist dadurch aufschlussreich, weil es die Wichtigkeit der Arbeitssicherheit auf eine neue Art und Weise hervorhebt. Es zeigt, wie schnell Arbeitsunfälle passieren können und welche gravierende Auswirkungen diese haben, wenn wir nicht gut vorbereitet sind. Bewundernswert ist, wie das Rad von unseren Kollegen aufgenommen wurde. Das Projekt war so erfolgreich, dass wir dies auch später im Management und Leadership Workshop bei Bilfinger einem größeren Publikum vorgestellt haben.
Auch unsere Kunden sehen uns dadurch nicht nur als „Instandhalter“, sondern nehmen uns für unsere HSEQ-Initiativen wahr und ernst!“

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