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Zukunft der Energie: Bayerische Landesregierung besucht Bilfinger als Schlüsselakteur für Kernfusion

Würzburg – Der Freistaat Bayern ist Pionier, wenn es um die Energieversorgung von morgen geht. Der Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, MdL, besuchte heute gemeinsam mit seinen Landtagskollegen Björn Jungbauer, MdL, und Dr. Andrea Behr, MdL, Bilfinger Nuclear & Energy Transition am Standort Würzburg.

Der Industriedienstleister Bilfinger steigt mit voller Kraft in den Zukunftsmarkt der Fusionsreaktoren ein. Mit der Neufirmierung der Bilfinger Engineering & Technologies GmbH und der Bilfinger Noell GmbH zu Bilfinger Nuclear & Energy Transition GmbH am 4. März 2024, und als Gründungsmitglied des Anfang Juni ins Leben gerufenen Industrieverbands Pro-Fusion unterstreicht das Unternehmen seine führende Rolle in diesem Bereich.

 

Revolutionäre Technologien im Fokus

Während des Besuchs lag der Schwerpunkt auf den technologischen Möglichkeiten der Kernfusion, einem zentralen Thema im Bayerischen Masterplan zur Förderung der Kernfusion und neuartiger Kerntechnologien, der im September 2023 vorgestellt wurde. Der Masterplan verfolgt das ambitionierte Ziel, Bayern zu einem globalen Zentrum der Fusionsforschung zu machen und das „Bavarian Fusion Cluster" zu etablieren.

Die Bedeutung dieser Initiative wird besonders deutlich vor dem Hintergrund der Abschaltung des letzten deutschen Kernkraftwerks Isar II im April 2023. Seitdem ist Deutschland stärker auf Stromimporte angewiesen, was zu Energiepreissteigerungen und einem Anstieg schädlicher Emissionen geführt hat. Die Bayerische Staatsregierung lehnt den bundesweiten Ausstieg aus der Kernenergienutzung in der aktuellen Situation ab.

Wissenschaftsminister Markus Blume betonte vor Ort: „Kernfusion hat das Potential, die Welt zu verändern. Wir sind von der Chance auf saubere, sichere CO₂-neutrale und gleichzeitig grundlastfähige Energie überzeugt. Bayern ist führend im Bereich der Fusionsforschung in Europa und wir haben ein einzigartiges Fusionsökosystem mit Playern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Gerade bei dem Mammut-Vorhaben Kernfusion gilt: Alle müssen an einem Strang ziehen – genau das zeichnet unseren bayerischen Weg aus. Herzlichen Dank an Bilfinger für das tolle Engagement und die Lust am Fortschritt.“

Landtagsabgeordneter Björn Jungbauer ergänzt: „Es ist schön zu sehen, welchen starken Partner wir mit Bilfinger Nuclear & Energy Transition GmbH in der Region haben, um das Thema Kernfusion mit Knowhow auch weiterbringen zu können.“

 

Bilfinger als Schlüsselakteur in der Kernfusion

Der Würzburger Standort der Bilfinger Nuclear & Energy Transition spielt eine zentrale Rolle in diesem Vorhaben. Mit über 60 Jahren Erfahrung in der Nuklearindustrie sowie umfassendem Know-how in den Bereichen Neubauten, Wartung und Modernisierung von Anlagen, Deaktivierung und Stilllegung, Abfallmanagement und Kernfusion, setzt Bilfinger neue Maßstäbe. Auf 4.600 m² Fläche und mit einer Vielzahl spezialisierter Arbeitsplätze bietet das Unternehmen modernste Technologien in den Bereichen Magnet-, Kryo- und Vakuum-Technologie.

„Wir freuen uns sehr über das Interesse und die Unterstützung seitens der bayerischen Staatsregierung. Der Besuch des Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, sowie der beiden Landtagsabgeordneten Björn Jungbauer und Dr. Andrea Behr, unterstreicht die Bedeutung unseres Werkes“, erklärte Roland Pechtl, Vice President Business Unit

Waste Management & Special Equipment bei Bilfinger. „Wir begrüßen es, dass Industrie und Politik Hand in Hand daran arbeiten, dass Bayern vom Top Know-how-Träger in der Fusion zum führenden Hersteller von Fusionsenergie mit Komponenten ‚made in Bavaria‘ wird.“

Bilfinger unterstützt Proxima Fusion, ein Spin-out des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik, bei der Entwicklung eines Hochleistungsstellarators für Fusionskraftwerke. Diese Zusammenarbeit basiert auf der weltweit größten Fusions-Testanlage vom Typ Stellarator, Wendelstein 7-X, mit Standort in Greifswald.

 

Die Zukunft der Energie

Wie funktioniert das? Magnetfusion, wie sie von Proxima Fusion verfolgt wird, nutzt extrem starke Magnetfelder, um Wasserstoffgas einzuschließen, zu Plasma zu erhitzen und durch Fusion des Plasmas Energie freizusetzen. Das innovative Stellarator-Konzept verwendet ein komplexes Magnetfeld, um das Plasma ohne Strom im Plasma zu kontrollieren und ist damit für einen nicht-gepulsten Dauerbetrieb geeignet. Hierzu bedarf es komplex geformter supraleitender Magnetspulen, die von Bilfinger hergestellt werden.

Die Kernfusion gilt als ein hochattraktiver neuer Kraftwerkstyp. Der Brennstoff ist Wasserstoff, was eine Unabhängigkeit von Gaslieferungen bedeutet und eine CO2-neutrale Energieproduktion ermöglicht. Es besteht kein Risiko einer Kettenreaktion, und die Menge an radioaktiven Abfällen ist begrenzt und weniger belastend. All diese Gründe sprechen dafür, die Fusion von Wasserstoff der Nutzung den Menschen zugänglich zu machen.

Bilfinger positioniert sich als wichtiger Akteur in diesem wachsenden, innovativen Markt und leistet einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Energiezukunft Bayerns und darüber hinaus.

 

Katharina Schönebeck
Senior Manager Group Communications
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