Vergütungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands besteht aus einem festen Jahresgrundgehalt und einer variablen Vergütung mit zwei Komponenten. Weitere Elemente des Vergütungssystems sind Sachbezüge und Leistungen für die Altersversorgung.

Jahresgrundgehalt
Das Jahresgrundgehalt beträgt 600 T€ für ordentliche Vorstandsmitglieder und 1.200 T€ für den Vorstandsvorsitzenden.

Variable Vergütung
Die variable Vergütung besteht aus zwei Komponenten, einer variablen Vergütung mit einjähriger Bemessungsgrundlage, dem Short Term Incentive (STI), und einer variablen Vergütung mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage, dem Long Term Incentive (LTI).

Der STI basiert auf der Erreichung wirtschaftlicher Erfolgsziele, die der Aufsichtsrat festlegt. Mit einem individuellen Performance-Faktor (IPF) kann der Aufsichtsrat zudem der individuellen Leistung der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie unvorhergesehenen Ereignissen mit erheblichen Auswirkungen auf die Tätigkeit des Vorstandsmitglieds Rechnung tragen.

Der jährliche Ausgangswert des STI, der einer Zielerreichung von 100 Prozent entspricht, beträgt für ordentliche Vorstandsmitglieder 500 T€ und für den Vorstandsvorsitzenden 1.000 T€. Dieser Wert verändert sich in Abhängigkeit von der Erreichung der für jedes Jahr durch den Aufsichtsrat festgelegten Ziele für die Entwicklung des EBITA und des Operativen Free Cash Flow des Bilfinger-Konzerns. Die Erreichung dieser gleich gewichteten Ziele zählt dabei nur innerhalb eines Korridors von 80 bis 135 Prozent der Zielvorgaben. Unterhalb des Minimalwerts beträgt der Zielerreichungsgrad null. Bei Erreichen von 80 Prozent der Zielvorgabe beträgt der Zielerreichungsgrad 50 Prozent. Er steigt dann linear bis zum Maximalwert der Zielvorgabe von 135 Prozent auf einen Maximalwert von 200 Prozent des STI-Werts („Cap“) an.

Die Auszahlung des STI erfolgt nach Ablauf des betreffenden Geschäftsjahres und ergibt sich durch Multiplikation des Ausgangswerts mit dem arithmetischen Mittel der Erreichung der beiden wirtschaftlichen Erfolgsziele innerhalb des Korridors und dem für jedes Vorstandsmitglied unter Bewertung seiner individuellen Leistung im jeweiligen Geschäftsjahr festgelegten IPF (Faktor 0,8 bis 1,2).

Der LTI beinhaltet die jährliche Zuteilung virtueller Aktien der Bilfinger SE, sogenannter Performance Share Units (PSU). Ihre Stückzahl kann sich während einer dreijährigen Performance-Periode in Abhängigkeit von der Erreichung des Durchschnittswerts der vom Aufsichtsrat festgelegten jährlichen Zielwerte des ROCE sowie der Entwicklung des Total Shareholder Return-Werts (TSR-Wert) der Aktie der Gesellschaft im Verhältnis zu den TSR-Werten der Aktien der übrigen im MDAX notierten Gesellschaften ändern. Die sich so ergebende Anzahl an PSU entspricht der Anzahl von realen Aktien der Bilfinger SE, die das betreffende Vorstandsmitglied nach Ablauf der Performance-Periode erhält.

Zu Anfang jedes Geschäftsjahres werden den ordentlichen Vorstandsmitgliedern PSU mit einem aktuellen Kurswert von 630 T€ und dem Vorstandsvorsitzenden PSU mit einem aktuellen Kurswert von 1.400 T€ zugeteilt. Während der dreijährigen Performance-Periode verändert sich die Zahl dieser PSU in Abhängigkeit von der Erreichung des Durchschnittswerts der vom Aufsichtsrat für diese Performance-Periode festgelegten jährlichen Zielwerte für den ROCE sowie der als Perzentil berechneten Entwicklung des TSR-Werts der Aktie der Gesellschaft im Verhältnis zu den TSR-Werten der Aktien der übrigen im MDAX notierten Gesellschaften. Die Erreichung dieser gleich gewichteten Ziele zählt dabei nur innerhalb eines jeweiligen Korridors. Er reicht für den ROCE von 80 bis 135 Prozent der Zielvorgabe. Unterhalb des Minimalwerts beträgt der Zielerreichungsgrad null. Bei Erreichen von 80 Prozent der Zielvorgabe beträgt der Zielerreichungsgrad 50 Prozent. Er steigt dann linear bis zum Maximalwert der Zielvorgabe von 135 Prozent auf einen Maximalwert von 150 Prozent des ROCE-Ziels („Cap“) an. Für den TSR-Wert zählt nur eine Positionierung von Bilfinger im Vergleich zu den übrigen MDAX-Gesellschaften zwischen dem 50. und dem 75. Perzentil. Auch für den TSR-Wert gilt, dass der Zielerreichungsgrad unterhalb des Minimalwerts null beträgt und oberhalb des Maximalwerts 150 Prozent („Cap“).

Die Endstückzahl der PSU ergibt sich aus der Multiplikation des arithmetischen Mittels der Zielerreichungsgrade mit der Ausgangsstückzahl der PSU. Die Endstückzahl unterliegt einer Begrenzung auf maximal 150 Prozent der Ausgangsstückzahl („Stückzahl-Cap“). Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat berechtigt, bei außergewöhnlichen Ereignissen oder Entwicklungen, insbesondere extremen Kurssteigerungen, die sich rechnerisch ergebende Endstückzahl der PSU angemessen herabzusetzen. Die Mitglieder des Vorstands erhalten nach Ablauf der Performance-Periode eine Zahl realer Bilfinger-Aktien, die der Endstückzahl der PSU entspricht. Die Gesellschaft ist jedoch berechtigt, statt der Lieferung von Bilfinger-Aktien ganz oder teilweise einen Barausgleich zu leisten, dessen Höhe sich nach dem dann aktuellen Kursniveau bemisst.

Eigeninvestment in Bilfinger-Aktien
Die Mitglieder des Vorstands sind verpflichtet, Bilfinger-Aktien zu erwerben und für die Zeit der Bestellung zum Vorstand der Gesellschaft zu halten, deren Kaufpreise zusammen einem Brutto-Jahresgrundgehalt entsprechen. Der Erwerb hat innerhalb einer Regelfrist von fünf Jahren zu erfolgen, wobei grundsätzlich in jedem Geschäftsjahr Aktien für mindestens ein Fünftel des insgesamt einzusetzenden Betrages erworben werden müssen. Aktien, die einem Vorstand im Rahmen des LTI gewährt werden, werden auf diese Erwerbspflicht angerechnet.
 

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß den Bestimmungen des § 16 der Satzung der Bilfinger SE neben dem Ersatz ihrer Auslagen jährlich eine feste Vergütung von 70 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweieinhalbfache, der Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie die Vorsitzenden der Ausschüsse, mit Ausnahme des Nominierungsausschusses, erhalten das Doppelte dieses Betrags. Die Mitglieder der Ausschüsse, mit Ausnahme des Nominierungsausschusses, erhalten das Anderthalbfache dieses Betrages. Übt ein Aufsichtsratsmitglied mehrere der genannten Funktionen aus, steht ihm nur einmal die jeweils höchste Vergütung zu. Für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilnehmen, erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld von 500 €. Außerdem wird Mitgliedern mit Wohnsitz in Deutschland die auf ihre Bezüge entfallende Umsatzsteuer erstattet.

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