Schwedische Herzchirurgen

Der Druck auf die Mannschaften der Projektleiter Sven-Arne Satre und Johan Söderlund ist enorm. Der Steamcracker, eine riesige hochkomplexe Produktionsanlage des Kunden Borealis im schwedischen Stenungsund muss ununterbrochen laufen: 24 Stunden, sieben Tage die Woche, das ganze Jahr über.

Dafür sind die Maintenance-Spezialisten von Bilfinger Industrial Services Sweden verantwortlich. „Bilfinger ist entscheidend, um diese Anlage sicher am Laufen zu halten“, kommentiert Pal Theie von Borealis. Er ist Vice President Plant Availability & Turnarounds und somit beim Chemiekonzern der Verantwortliche für die Anlagenverfügbarkeit.

Die Schwedische Tochtergesellschaft mit rund 1.000 Mitarbeitern gehört zur Region Kontinentaleuropa und betreut im Segment Maintenance, Modifications & Operations überwiegend Kunden in den Kernindustrien Chemie & Petrochemie, Metallurgie sowie Energie & Versorgung. Hinzu kommen Unternehmen aus der Papierindustrie.

Mit Borealis verbindet Bilfinger eine langjährige Partnerschaft. „Bilfinger ist bei Weitem unser größter Vertragspartner“, sagt Theie. Gemeinsam würden die Mitarbeiter weiterentwickelt, an Verbesserungen gearbeitet, die Performance überprüft sowie Wartungsarbeiten geplant und umgesetzt.

Der Anspruch an Bilfinger, aber auch das Vertrauen in dessen Leistungskraft ist hoch. Deshalb ist es die schwedische Konzerntochter, die das Herzstück des Werks, den Steamcracker, betreut. „Und wir sind die Herzchirurgen“, sagt Per-Olov Zakrisson, Managing Director von Bilfinger Industrial Services Sweden.

Borealis Werk in Stenungsund - Bilfinger liefert Hightech-Maintenance für Steamcracker

Borealis Werk in Stenungsund


Die meterhohe Produktionsanlage mit einer Grundfläche von mehreren Fußballfeldern produziert eine ganze Reihe wichtiger chemischer Grundbausteine für die Produktion am Standort. Mit Hilfe von Dampf (engl. „steam“) wird hier Rohbenzin (Naphtha), das aus langen Kohlenwasserstoffketten besteht, aufgespalten (von engl. „to crack“ – spalten). Dabei entstehen kürzere Moleküle, die Grundbausteine für die weitere Produktion. Das Verfahren besteht aus mehreren Schritten. Bei einem Verfahrensschritt wird von der Anlage ein Druck von 2.800 bar aufgebaut.

Die dafür benötigten Kompressoren wartet Bilfinger. „Hightech-Maintenance erlaubt keinen Fehler. Die Toleranzen bei der Bearbeitung der Werkstücke sind äußerst gering“, erklärt Zakrisson. Und zeigt auf einen 80.000 Euro teuren Kompressorkolben, der gerade auf einer Drehbank mit Diamantpaste bearbeitet wird.

Bilfinger ist in Skandinavien die einzige Gesellschaft, die diese Arbeiten ausführen kann. Die langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet ist aus Sicht von Zakrisson ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. „Wir konnten dem Kunden mit unserer vorausschauenden Maintenance dabei helfen, Geld zu sparen und seine Effektivität erhöhen.“

Hightech-Maintenance erlaubt keinen Fehler. Die Toleranzen bei der Bearbeitung der Werkstücke sind äußerst gering.

Per-Olov Zakrisson, Managing Director von Bilfinger Industrial Services Sweden

Der Steamcracker von Borealis - Bilfinger liefert Hightech-Maintenance

Der Steamcracker von Borealis

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