Edinburgh Tram: Bilfinger Berger weist Vorwürfe scharf zurück

05.11.2010

5. November 2010

Edinburgh Tram: Bilfinger Berger weist Vorwürfe scharf zurück

Bilfinger Berger behält sich vor, gegen den zurückgetretenen Chef der Nahverkehrsgesellschaft in Edinburgh, David Mackay, rechtliche Schritte wegen Rufschädigung einzuleiten. Er hatte gestern das Unternehmen und seine Mitarbeiter öffentlich diskreditiert.

Bilfinger Berger hat in Edinburgh den Auftrag, als Führer eines Konsortiums mit Siemens und dem spanischen Unternehmen CAF eine 18 Kilometer lange Stadtbahnlinie zu bauen. Die bisher aufgetretene zeitliche Verzögerung des Projekts liegt aufgrund einer Vielzahl von Planungsänderungen und mangelnder Vorleistungen ausschließlich in der Verantwortung des Auftraggebers.

Der zwischen der Nahverkehrsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft bestehende Vertrag erlaubt dem Konzern keine inhaltliche Stellungnahme. Bilfinger Berger betont allerdings, dass die Vorwürfe allesamt haltlos seien. Dies zeigen auch zahlreiche bereits vorliegende Schiedssprüche, in denen die Ansprüche von Bilfinger Berger bestätigt worden sind.

„Bilfinger Berger verhält sich beim Projekt Edinburgh Tram vertragskonform“, betont Joachim Enenkel, Vorstandsmitglied von Bilfinger Berger. „Wir haben dem Auftraggeber stets konstruktive Vorschläge zur Lösung seiner Probleme gemacht. Dass wir dafür nun öffentlich beleidigt und verleumdet werden, zeigt, wie überfordert der jetzt ausgeschiedene Vertreter des Auftraggebers mit einem Projekt dieser Größenordnung war. In dem Führungswechsel auf Auftraggeberseite sehen wir eine Chance, dass das Projekt endlich in geordneten Bahnen fortgeführt werden kann.“