Pressestatement zum Projekt Nord-Süd Stadtbahn Köln

18.02.2010

18. Februar 2010

Pressestatement zum Projekt Nord-Süd Stadtbahn Köln

Der Vorstandsvorsitzende von Bilfinger Berger, Herbert Bodner, hat dem Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters in einem persönlichen Brief versichert, dass das Unternehmen und die Partner der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) an einer gründlichen und schonungslosen Ursachenforschung im Zusammenhang mit den jüngsten Vorfällen beim Bau der Kölner U-Bahn arbeiten.

„Der Umgang mit den Schlitzwand-Vermessungsprotokollen ist völlig unakzeptabel und muss umfassend aufgeklärt werden“, betont Bodner. Unabhängig davon ist aus heutiger Sicht festzustellen, dass es trotz fehlerhafter Messprotokolle an den Schlitzwänden zu keinen geometrischen Abweichungen gekommen ist, die die Standsicherheit gefährden.

„Der fehlende Einbau von Schubhaken an den Stoßstellen der Schlitzwandbewehrung ist für mich als Bauingenieur unbegreiflich und mir in meiner langjährigen Berufserfahrung noch nicht untergekommen“, so Bodner weiter. Die ARGE unterstützt die laufenden Ermittlungen ohne Einschränkung. Die Experten der ARGE und die beteiligten Fachleute sind nach intensiven Untersuchungen und Berechnungen übereinstimmend zum Ergebnis gekommen, dass die Bauwerke der Nord-Süd Stadtbahn Köln selbst unter der Annahme generell fehlender Schubhaken standsicher sind. Vorsorglich werden in der Baugrube Heumarkt weitere Sicherungsmaßnahmen ergriffen.

Neben bereits getroffenen personellen Maßnahmen steht jetzt vor allem die strenge Überprüfung der Qualitätssicherungssysteme der ARGE im Vordergrund. „Durch enge Kooperation mit dem Auftraggeber und den beteiligten Behörden sowie durch offene Kommunikation möchten wir dazu beitragen, das Vertrauen in die Baumaßnahme wieder herzustellen“, betont Bodner im Namen der ARGE.