100 Mio. €-Auftrag: Bilfinger installiert Fundamente für Offshore-Windpark Sandbank

14.08.2014

Der Engineering- und Servicekonzern Bilfinger hat einen Auftrag über die Installation von insgesamt 72 Fundamenten des neuen Offshore-Windparks Sandbank erhalten. Sandbank wird durch die Partner Vattenfall (51 Prozent) und Stadtwerke München (49 Prozent) realisiert. Die Gründungselemente werden 90 Kilometer westlich von Sylt in der deutschen Nordsee mithilfe eines Installationsschiffs in bis zu 34 Meter Wassertiefe in den Meeresboden eingebaut. Der Vertrag hat ein Volumen von mehr als 100 Mio. €, die Arbeiten haben begonnen und dauern bis Februar 2016.

Beim Offshore-Windpark Sandbank findet das von Bilfinger maßgeblich mitentwickelte Schallschutzsystem Hydro Sound Damper Anwendung, mit dessen Hilfe die Lärmbelastung für die Meeresfauna in der Bauphase reduziert werden soll. Bei diesem System – eine netzartige Ummantelung des Gründungspfahls – kommt ein Kunststoffmaterial zum Einsatz, das speziell auf den erzeugten Frequenzbereich abgestimmt ist und seine Wirkung auch bei starker Meeresströmung und über die gesamte Wassertiefe hält. Erste Versuche ergaben eine deutliche Reduzierung der Lärmemission.

„Bilfinger ist Spezialist für Fertigung, Transport und Installation von Offshore-Gründungen auf hoher See und hat bei zahlreichen Offshore-Projekten seine umfassende Kompetenz unter Beweis gestellt“, erläutert Vorstandsmitglied Joachim Enenkel. „Der Auftrag wird von unserer neu gebildeten Division Offshore Systems and Grids ausgeführt, in der wir nun innerhalb des Geschäftsfelds Power unsere Wasserbau- und Leitungsbauaktivitäten zusammengefasst haben.“

Erst kürzlich hatte Bilfinger den Auftrag erhalten, Stahlfundamente für den Ostsee-Windpark Wikinger zu testen. Ab Herbst 2014 wird der Konzern mehrere Testpfähle fertigen, in den Meeresboden rammen und anschließend umfassende Versuche durchführen, um die Gründungen der Windturbinen technisch und wirtschaftlich zu optimieren.

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