Stahlfundamente für Offshore-Windkraftanlagen: Bilfinger investiert in eigene Produktionskapazitäten

05.12.2013

Der Engineering- und Servicekonzern Bilfinger wird in Stettin gemeinsam mit dem polnischen Stahlbauunternehmen Crist und dem staatlichen Investmentfonds MARS Stahlfundamente für Offshore-Windkraftanlagen produzieren. Der polnische Finanzminister Włodzimierz Karpiński und Bilfinger Vorstandsmitglied Joachim Enenkel haben mit einem feierlichen ersten Spatenstich das Startsignal zum Bau einer neuen Fertigungsstätte in der Hafenstadt an der Ostsee gegeben. Das Projekt wird von der Europäischen Union gefördert.

„Mit unserem Know-how tragen wir maßgeblich zu einer verstärkten Nutzung regenerativer Energie in Europa bei. Bilfinger war bereits an der Installation von über 500 Offshore-Fundamenten in der Nord- und Ostsee beteiligt“, erklärt Joachim Enenkel. Nach der Inbetriebnahme im Jahr 2015 können in Stettin jährlich 100.000 Tonnen Stahl verarbeitet und Fundamente für 80 Windkraftanlagen gefertigt werden. „Damit sind wir in der Lage, Stahlfundamente nicht nur auf offener See zu installieren, sondern sie im Vorfeld auch selbst zu produzieren“, betont Joachim Enenkel.

Deutschland ist dabei nur einer von mehreren Staaten, die den Ausbau der Offshore-Windkraft vorantreiben. Bilfinger erwartet vor allem in Großbritannien und in skandinavischen Ländern eine unverändert starke Nachfrage. Bis 2020 sollen in den Anrainerstaaten der Nord- und Ostsee Offshore-Windparks mit einem Gesamtvolumen von 20 Gigawatt entstehen, dafür werden mehr als 3.000 Gründungen benötigt. Mit der neuen Produktionsanlage für Stahlfundamente ist Bilfinger wettbewerbsfähig aufgestellt.

Hintere Reihe, Dritter von links: Der polnische Finanzminister Włodzimierz Karpiński
Vordere Reihe, Mitte: Joachim Enenkel, Vorstandsmitglied Bilfinger SE

Foto: Bilfinger