Bilfinger vollzieht wichtigen Schritt zur engeren Vernetzung seines Geschäfts

19.09.2013

  • Integration der Teilkonzerne in die Bilfinger SE und Zusammenführung der Verwaltungsfunktionen
  • Abbau von weltweit rund 1.250 Arbeitsplätzen
  • Einsparungen an Personalkosten von 80 bis 90 Mio. € sowie an Sachkosten in niedriger bis mittlerer zweistelliger Millionenhöhe

Um seine Aktivitäten stärker zu vernetzen und weitere Synergiepotentiale zu heben, wird der international tätige Engineering- und Servicekonzern Bilfinger seine Teilkonzernholdings mit Wirkung zum 1. Januar 2014 in die Bilfinger SE integrieren, im Unternehmen vorhandene Verwaltungsfunktionen zusammenführen, Kosten senken, die Führungs- und Managementstruktur effizienter gestalten und damit seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.

„Unsere Stärke liegt in der Vielfalt unserer Leistungspalette und in der effizienten Zusammenarbeit unserer operativen Einheiten. Wir werden sicherstellen, dass wir mit unserem gebündelten Know-how einen höheren Mehrwert für unsere Kunden schaffen“, betont Roland Koch, Vorstandsvorsitzender der Bilfinger SE. „Hierin liegt die große Zukunftschance für Bilfinger.“

Integration der Teilkonzerne in die Bilfinger SE

Bilfinger wird seine bisherige Teilkonzernstruktur aufgeben, um noch schneller Synergieeffekte zu erzielen: Die nicht operativen Teilkonzernholdings werden auf die Bilfinger SE verschmolzen, die operative Führung wird künftig durch 14 Divisionen innerhalb der SE wahrgenommen. Die Divisionen berichten direkt an den Vorstand.

Die Geschäftsfeldstruktur bleibt weitgehend unverändert. Aus dem Segment Industrial wird ein Leistungsvolumen von rund 400 Mio. € ab dem Geschäftsjahr 2014 im Geschäftsfeld Power ausgewiesen.

Das Geschäftsfeld Industrial gliedert sich in sechs Divisionen mit einem Leistungsvolumen von zusammen 3,6 Mrd. €:

  • Industrial Maintenance
  • Insulation, Scaffolding and Painting
  • Oil and Gas
  • Industrial Fabrication and Installation
  • Engineering, Automation and Control
  • Support Services

Das Geschäftsfeld Power setzt sich aus zwei Divisionen zusammen, deren Leistung bei 1,7 Mrd. € liegt:

  • Power Systems
  • Piping Systems

Das Geschäftsfeld Building and Facility beinhaltet vier Divisionen mit einem Volumen von 2,3 Mrd. €:

  • Building
  • Facility Services
  • Real Estate
  • Water Technologies

Das Geschäftsfeld Construction besteht aus zwei Divisionen mit einem Leistungsvolumen von 1,1 Mrd. €:

  • Construction
  • Infrastructure

Weitreichende Zentralisierung der Verwaltungsfunktionen

Die neu gebildeten Divisionen sind klar auf ihr operatives Geschäft fokussiert. Bisher in der Konzernzentrale und in den Teilkonzernen angesiedelte Verwaltungsfunktionen werden gestrafft und zusammengeführt oder in konzernweiten Shared Service Center organisiert. Mit diesen Maßnahmen werden Doppelarbeiten vermieden und heterogene Strukturen vereinheitlicht, die in den vergangenen Jahren im Zuge der intensiven Akquisitionstätigkeit entstanden sind. Der Konzern wird dadurch schlanker und effizienter. Gleichzeitig wird die Identifikation der Mitarbeiter mit Bilfinger gesteigert.

Verringerung der Vertriebs- und Verwaltungskosten

Neben einer höheren Effizienz im operativen Geschäft werden sich die optimierten Strukturen, wie bereits angekündigt, auch in deutlichen Einsparungen bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten niederschlagen. Die Umsetzung der Maßnahmen wird in den kommenden zwei Jahren zu einem Abbau von weltweit rund 1.250 Stellen im Verwaltungsbereich führen und ab dem Geschäftsjahr 2015 jährlich Einsparungen an Personalkosten von 80 bis 90 Mio. € sowie an Sachkosten in niedriger bis mittlerer zweistelliger Millionenhöhe mit sich bringen. Insgesamt sind weltweit 70.000 Mitarbeiter bei Bilfinger beschäftigt.

Die Unternehmensleitung hat gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen heute Maßnahmen zur sozialverträglichen Gestaltung des Stellenabbaus vereinbart. Ziel ist es, den Prozess so ausgewogen wie möglich zu gestalten. Durch die Berücksichtigung natürlicher Fluktuation und die Option, betroffenen Mitarbeitern vergleichbare Arbeitsplätze im Konzern anzubieten, soll die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen so gering wie möglich gehalten werden.

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