Maintenance für Meerwasser-Entsalzungs-Anlage in Kuwait

Bilfinger hat langjährige Erfahrung im Engineering und Service für Meerwasserentsalzungsanlagen, insbesondere im Mittleren Osten. Die Entsalzungsanlage in Shuwaikh am arabischen Golf wurde in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts in Betrieb genommen. Heute werden dort in Block I & II pro Tag rund 220 Millionen Liter Wasser entsalzt.

Bilfinger, Meerwasserentsalzungsanlage in Kuwait

Babcock Borsig Steinmüller Kuwait verantwortet aktuell die Instandhaltung des Block II der Entsalzungsanlage. Dazu gehören vor allem Maintenance-Arbeiten der Elektrik-, Mechanik- und Regelungstechnik-Komponenten. Der Auftrag stammt vom Ministry of Electricity & Water in Kuwait (MEW).

Meerwasserentsalzung wird effizienter

Lösungen von Bilfinger: Meerwasserentsalzung wird effizienter

Der Wasserbedarf in den heißen und trockenen Staaten auf der arabischen Halbinsel und am Persischen Golf ist gewaltig. Das meiste Süßwasser wird in Meerwasserentsalzungsanlagen unter hohem Energieaufwand gewonnen. Bilfinger ist es gelungen, den Prozess so zu optimieren, dass die Leistung um 15 Prozent steigt, „und zwar durch relativ simple technische Veränderungen der Anlagen“, sagt Clemens Wolters von Bilfinger Deutsche Babcock Middle East.

Im Persischen Golf enthält das Meerwasser bis zu 45 Gramm Salz pro Liter. Wenn daraus Süßwasser gewonnen wird, geschieht das meist in Anlagen, die nach dem Verdampfungsprinzip arbeiten. Bei dem von Bilfinger entwickelten optimierten Verfahren wird das Meerwasser bis zum Siedepunkt erhitzt und dann in 20 Meter lange und vier Meter breite Kammern geleitet. Durch Unterdruck in den Kammern verdampft das Wasser. Der Dampf kondensiert an Tausenden dünnen Kühlrohren. Diese Süßwassertropfen sind der Schatz, der abgeführt und gesammelt wird. 15 bis 20 solcher Kammern mit immer größerem Unterdruck sind hintereinandergeschaltet, um möglichst viel Süßwasser zu gewinnen.

Durch die Kühlrohre läuft ebenfalls Salzwasser: Zunächst sorgt das Meerwasser in den Rohren nämlich als Kühlmedium dafür, dass der Dampf in den Kammern kondensiert. Dann wird das Salzwasser außerhalb der Kammern weiter bis zum Sieden erhitzt und zum Verdampfen wieder in die Kammern geleitet.

Durch jede einzelne dieser Produktionseinheiten werden pro Stunde etwa 10000 Kubikmeter Meerwasser geschickt und daraus 1000 Kubikmeter Süßwasser gewonnen. Dutzende dieser Einheiten sind zu großen Entsalzungsanlagen zusammengefasst.

„Um den Prozess effizienter zu machen, muss man das Salzwasser mit einer höheren Geschwindigkeit durch die Verdampfungskammern schicken“, erklärt Clemens Wolters. Das führt jedoch zu Problemen: „Wenn das Wasser durch die Abertausende kleinen Kühlwasserrohre gedrückt wird, nimmt der Reibungswiderstand extrem zu. Weder Rohre noch Pumpen könnten das lange mitmachen.“

Deshalb heißt die Lösung jetzt: „Wir legen Bypässe.“ Die Kühlwasserkammern werden mit großkalibrigen Rohren direkt verbunden, sodass nicht sämtliches Prozesswasser durch die filigranen Kühlwasserrohre gedrückt werden muss. Dadurch werden Leitungen und Pumpen geschont, während der Wasser- und Dampfdurchsatz erhöht wird. 

Inspektion eines Druckrohres

Babcock Borsig Steinmüller Kuwait

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