Piloten auf Kurs: Bilfinger sorgt für Sicherheit beim Fliegen

05.09.2018

Es ist Urlaubszeit in Deutschland. In kurzen Abständen heben die Maschinen am Frankfurter Flughafen nacheinander ab. Am Steuer sitzen gut ausgebildete Piloten. Viele von ihnen lernen ihr Handwerk in Flugsimulatoren des Lufthansa Aviation Training Centers. Hier absolvieren Piloten von 160 verschiedenen Fluggesellschaften ihre Trainings für die Fluglizenz. Spezialisten des Industriedienstleisters Bilfinger sorgen dafür, dass alle Funktionen der Simulatoren störungs- und reibungsfrei laufen. Bilfinger wartet die Hydraulik bei den Flugsimulatoren. In den vergangen drei Jahren wechselte das Unternehmen an den Maschinen 1.200 Hydraulikschläuche.

Während der Montage zählt jede Minute. Üblicherweise bleiben die Flugsimulatoren pro Woche nur vier Stunden „am Boden“, wie es im Fachjargon heißt. Bilfinger-Projektleiter Andreas Nitschke gelingt es, mit seiner achtköpfigen Mannschaft innerhalb eines Arbeitstages die Montage für einen Flugsimulator komplett abzuschließen.

„Es ist uns wichtig, dass unsere Simulatoren absolut störungsfrei laufen. Hier in Frankfurt sind das immerhin 22 Stück, die permanent im Einsatz sind“, betont Volker Jäger, Serviceleiter Hydraulik bei Lufthansa Aviation Training. „Im Moment erreichen wir eine Zuverlässigkeitsrate von 99,4 Prozent. Eine funktionierende Hydraulik ist eine der Voraussetzungen dafür, dass dies so bleibt. Nur damit lassen sich die im Flugzeug entstehenden Kräfte simulieren. Und nur dann wird die Illusion des Fliegens perfekt.“

Sicherheit geht vor

Qualität und Sicherheit stehen für Bilfinger an oberster Stelle. Aus diesem Grund arbeiten Nitschke und sein Team zur Qualitätssicherung nach dem Vier-Augen-Prinzip. Ist der alte Schlauch ausgebaut, der neue verlegt und geprüft, markiert der Monteur den Anschluss mit dem ihm zugeordneten farbigen Lack. Ein Kollege übernimmt die zweite Prüfung und belegt diese mit einer anderen Farbe. So ist genau nachvollziehbar, wie oft und durch wen die Anschlüsse kontrolliert wurden.

Die ausgebauten Schläuche werden in der Zentralwerkstatt, gereinigt und fachgerecht entsorgt. Das enge Zeitfenster erfordert im Vorfeld eine detaillierte Planung. Jeder Schlauch wird sorgfältig ausgemessen, damit er nach der Produktion auch passt und im Betrieb kein Öl ausläuft. „Die Hydraulik des Flugsimulators ist extrem feinfühlig und arbeitet bis auf einen halben Millimeter genau“, erklärt Marco Schweitzer, Montageleiter bei Bilfinger Maintenance. Jeder Schlauch ist mit einem Zahlencode versehen. Sollte irgendwann ein Austausch nötig sein, kann der Schlauch exakt nachgefertigt werden.

Es ist uns wichtig, dass unsere Simulatoren absolut störungsfrei laufen. Im Moment erreichen wir eine Zuverlässigkeitsrate von 99,4 Prozent. Eine funktionierende Hydraulik ist eine der Voraussetzungen dafür, dass dies so bleibt.

Volker Jäger, Serviceleiter Hydraulik bei Lufthansa Aviation Training

Downloads