„Made in Germany“ hat die Welt revolutioniert

19.02.2017

Gastkommentar von Tom Blades, Vorstandsvorsitzender der Bilfinger SE, zur Rubrik "Was ist deutsch?"

Ursprünglich wurde „Made in Germany“ von meinen britischen Landsleuten eingeführt. Ende des 19. Jahrhunderts war das. Ziel: Waren aus Deutschland kennzeichnen und die heimische Industrie vor unliebsamer Konkurrenz schützen. Letztlich kam das Gegenteil heraus. „Made in Germany“ entwickelte sich zum globalen Gütesiegel. Es steht für Wertarbeit, für Zuverlässigkeit, für Qualität. Mit „Made in Germany“ sind Innovationen verbunden, Millionen von Arbeitsplätzen, es prägt unseren Fortschritt.


Ich bin beruflich in der Welt viel rumgekommen, habe fast 40 Jahre Erfahrung in der Industrie gesammelt und auf vier Kontinenten gelebt. „Made in Germany“ war dabei ein ständiger Begleiter. Im positiven Sinne. Auf „Made in Germany“ konnte ich als Ingenieur immer setzen.


In „Made in Germany“ steckt jede Menge Erfindergeist, antrieb und das Ziel, im Wettbewerb stets die Nase vorn zu haben. Damit verbunden sind große Namen der Industrie, aber auch der hochspezialisierte Mittelstand im Lande. Produkte „Made in Germany“ haben die Welt revolutioniert und in unserem Leben neue Möglichkeiten eröffnet.


Bei allem Wandel bleibt „Made in Germany“ eine Konstante. Deutsche Exporte haben gerade die Bestmarken geknackt, die Beschäftigung in Deutschland ist so hoch wie nie zuvor, die Steuereinnahmen sprudeln kräftig. Auch bei Megatrends wie Digitalisierung spielen Technologien und Leistungen „Made in Germany“ gewichtige Hauptrollen. „Made in Germany“ scheint allen Stürmen dieser Welt zu trotzen. Für mich persönlich ist „Made in Germany“ deutsch- und zugleich international.

(Tom Blades wurde 1956 in Hamburg geboren, ist aber Brite und leitet seit Juli 2016 den Industriekonzern Bilfinger)

 
Quelle: "Bild-Zeitung" vom 19.2.2017