Bilfinger senkt mit mobiler Fackel Emissionen von Anlagen

07.11.2018

  • Bilfinger entwickelt mobile Fackel für ExxonMobil
  • Hoher Sicherheits- und Umweltstandard
  • Maßgeschneiderte Kundenlösung mit Marktpotenzial

Schnelle, flexible und variable Lösungen für komplette Anlagen oder Teilprozessanlagen spielen eine immer größere Rolle in der Prozessindustrie. Der Industriedienstleister Bilfinger hat für den Mineralölkonzern ExxonMobil eine Produktlösung entwickelt, bei der innerhalb kürzester Zeit eine vollwertige Hochtemperaturfackel zur Verfügung steht. Bilfinger schließt damit eine Lücke im deutschen Markt und verbindet ausgereifte Technologien mit Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit. Dabei überzeugt das Produkt mit einem hohen Sicherheitsstandard. Denn die Fackel sorgt dafür, dass Gase sicher verbrannt und bestehende Anlagensysteme entlastet werden.

„Mobile Systeme gewinnen immer mehr an Bedeutung. Sie sind flexibel einsetzbar, sicher im Betrieb und umweltfreundlich“, so Hanno Wennekamp, Projektleiter bei Bilfinger EMS. Die mobile Fackel ist fest auf einem Anhänger montiert und lässt sich dadurch schnell zum gewünschten Einsatzort transportieren. Der Aufbau und das Fahrgestell können variabel auf jeden Kunden zugeschnitten werden. Durch seine sofortige Verfügbarkeit bietet das Fackelsystem sämtlichen Akteuren in der Prozessindustrie ein hohes Maß an Versorgungssicherheit. Die mobile Fackel wurde sowohl für den geplanten Einsatz bei Inspektions-, Wartungs- oder Instandhaltungsarbeiten als auch für den außerplanmäßigen Einsatz beispielsweise bei Leckagen konzipiert.

Die Bilfinger-Tochtergesellschaft Bilfinger EMS verfügt über das Know-how, mobile Produkte nach speziellen Kundenanforderungen in den eigenen Fertigungsstätten herzustellen. In der Vergangenheit hatte der Industriedienstleister bereits diverse mobile Lösungen wie Gaswäschen, Entlastungslösungen oder Pumpanhänger entwickelt, die bei verschiedenen Kunden erfolgreich im Einsatz sind. Die mobile Fackel bildet eine konsequente Weiterentwicklung dieser Ansätze. „Grundsätzlich lässt sich der mobile Gedanke auf viele Anlagenkonzepte übertragen und stellt durch die flexiblen Einsatzmöglichkeiten einen großen Vorteil in wirtschaftlicher, technologischer und zeitlicher Hinsicht für den Kunden dar“, erklärt Hanno Wennekamp.

Sicher, benutzerfreundlich und nachhaltig

Die mobile Fackel ist so aufgebaut, dass ein autarker (Batterie-)Betrieb über mehrere Stunden möglich ist. Über ein Hydraulikaggregat wird der Fackelarm auf die benötigte Höhe gebracht. Die Bedienung erfolgt benutzerfreundlich via Touchpanel. Sämtliche Verbrauchsstoffe wie Stickstoff und Propan werden mitgeführt. Zudem ist die für ExxonMobil entwickelte Lösung für den Einsatz mit Sauergas – ein Gemisch aus Erdgas und Schwefelwasserstoff – geeignet.

Ein Teil der technischen Herausforderungen besteht darin, die gängigen Anforderungen an eine Hochtemperaturfackel an die Einsatzbedingungen auf einer mobilen Plattform anzupassen. Dabei spielen insbesondere Gewicht, Temperatur und Bedienbarkeit eine wichtige Rolle. Zudem müssen eine einfache Transportfähigkeit durch eine kompakte Bauweise sichergestellt und zugleich hohe Anforderungen in puncto Langlebigkeit erfüllt werden. Erschütterungen durch den Transport und wechselnde Witterungsbedingungen dürfen keinen Einfluss auf den sicheren Betrieb und die hohe Verfügbarkeit der mobilen Fackel haben. Darüber hinaus erfüllen die Bilfinger-Fackeln die Vorgaben der TA Luft. Das Produktkonzept bildet ein echtes Novum für die Prozessindustrie und hat die Option, deutschlandweit ein hohes Marktpotenzial zu entfalten.