BCAP auf der Achema: Digitalisierung live erleben

11.06.2018

  • Bilfinger präsentiert Digitalisierungs-Konzept in Live-Demonstration
  • Im Fokus: Neue Methoden zur Anlagenüberwachung und vorausschauenden Wartung

Die systematische Auswertung von Anlagendaten ist das wichtigste Instrument, um Instandhaltungskosten zu senken und ungeplante Stillstandzeiten zu verringern. Für die Prozessindustrie hat Bilfinger deshalb ein Digitalisierungskonzept entwickelt, das alle Anforderungen an eine einfache und schnelle Umsetzung erfüllt: Der modulare Aufbau von BCAP (Bilfinger Connected Asset Performance) ermöglicht eine Implementierung innerhalb von nur sechs Monaten und amortisiert sich in der Regel bereits im ersten Jahr. Wie eine digitalisierte Anlage in der Praxis funktioniert, zeigt Bilfinger im Rahmen der Achema vom 11. bis 15. Juni 2018 in Frankfurt am Main. In Halle 9.1, Stand B22, erleben die Besucher Live-Demonstrationen unter anderem zur vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance) sowie zu neuartigen Methoden der Anlagenüberwachung.

Am Stand können die Besucher via Cloud-Anbindung über Monitore und Augmented Reality-Brillen eine Live-Schaltung verfolgen: In einer Industrie 4.0-Testanlage in Frankfurt am Main, die Bilfinger im Auftrag der Interessengemeinschaft Regelwerke Technik (IGR) e.V. betreibt, werden typische Anwendungsfälle aus der BCAP-Lösung simuliert. Im Rahmen der Versuchsanordnung werden etwa 50 Sensorwerte wie Volumenstrom, pH-Wert und Temperatur kontinuierlich ausgelesen und mittels Software weiterverarbeitet.

Transparente Prozesse verbessern die Anlagenverfügbarkeit
Die Messdaten werden anhand von Bedienoberflächen, sogenannten Dashboards, visualisiert. So wird für die Messebesucher anschaulich, wie das System bei der Überschreitung von Grenzwerten reagiert, etwa wenn die Sensoren einen kritischen Pumpenzustand melden. Die Ursache wird im Dashboard anhand einer grafischen Übersicht lokalisiert und lässt sich für das Anlagenpersonal schnell auffinden. Zusätzlich berechnet die Software relevante Informationen, etwa die Wahrscheinlichkeit und Dauer eines möglichen Anlagenausfalls. Daraus abgeleitet gibt sie konkrete Handlungsempfehlungen, um das Problem zu beheben.

Darüber hinaus zeigt Bilfinger, wie eine komplexe Anlage mit einer relativ einfachen Ausrüstung aus Kameras und Mikrofonen gleichzeitig auf eine Vielzahl möglicher Störfälle hin überwacht werden kann. Dazu werden in der Testanlage verschiedene Störungen wie Rauchentwicklung oder eine unerwünschte Kavitationsströmung simuliert. Anstatt mit Rauch- oder Drucksensoren zu arbeiten, kommt lediglich eine Kamera beziehungsweise ein Mikrofon zum Einsatz. Die eigentliche Störungserkennung erfolgt softwareseitig durch lernende Algorithmen.

Die Industrie 4.0-Testanlage in Frankfurt am Main

Die Industrie 4.0-Testanlage in Frankfurt am Main