Volltreffer

Im Februar registrierte sich Sebastian Wolf bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Über eine Medienkampagne war er auf einen Polizisten aufmerksam geworden, der einen Stammzellenspender suchte. „Leider kam ich für diesen Mann nicht als Spender infrage. Doch drei Monate später erhielt ich die Nachricht, dass meine Gewebemerkmale zu denen eines Leukämiepatienten passen. Das konnte ich anfangs kaum glauben“, erinnert sich der 25-Jährige. Denn die Wahrscheinlichkeit, für einen Menschen außerhalb der Familie spenden zu können, liegt bei 1 : 20.000. Noch während der Elektrotechniker von ­Bilfinger GreyLogix auf Montage in Berlin war, unterzog er sich einem Tauglichkeitstest, und schon wenige Tage später fand die Stammzellenentnahme statt. „Ich war aufgeregt, doch das war gar nicht nötig. Es war wie bei einer Blut­abnahme, nur dass das Ganze sechs Stunden dauerte.“ Da das Prozedere anonym abläuft, hat Sebastian Wolf erst vor Kurzem von der DKMS erfahren, dass der 49-jährige Patient die Transplantation gut überstanden hat. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, zu wissen, dass ich diesem Mann ein neues Leben schenken konnte. Ich würde jederzeit wieder spenden.“

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