Geflüchtet und angekommen

Khalid Karimi kam vor acht Jahren nach Norwegen. Damals konnte er kein Wort Norwegisch. Im August des vergangenen Jahres hat er seine Ausbildung als Betonfacharbeiter abgeschlossen und eine feste Anstellung bei Bilfinger Industrial Services Norway mit Sitz in Porsgrunn angetreten.

Ursprünglich stammt Karimi aus Afghanistan. Von dort floh er mit seiner Familie zunächst in den Iran. Als 15-Jähriger flüchtete er weiter, ohne seine Familie, nach Europa. Er machte sich auf den Weg nach Norwegen, weil er hörte, dass es dort gute Chancen gäbe, eine Schulausbildung und Arbeit zu bekommen. Das erste was er in Norwegen lernte war die Sprache. Nach einem Jahr erhielt er eine Aufenthaltsgenehmigung. Und er begann eine Facharbeiterausbildung im Hoch- und Tiefbauzweig der weiterführenden Schule in Skogmo. Im zweiten Jahr spezialisierte sich Karimi auf das Betonfach und sammelte an zwei Tagen die Woche bei Bilfinger praktische Erfahrung. Dann bewarb sich Karimi um einen Ausbildungsplatz und wurde sofort angenommen.

„Khalid einen Job anzubieten, ist uns nicht schwer gefallen“, sagt sein Ausbildungsleiter Erik Dotseth. „Er war während der gesamten Ausbildungszeit sehr engagiert und machte einen wirklich guten Job. Khalid hat sich zu einem unglaublich tüchtigen Facharbeiter entwickelt.“ Mehrere Kunden fragten nach Karimi, wenn sie Personal für Projekte engagierten. „Eine solche Nachfrage nach einem unserer Auszubildenden erleben wir nicht oft“, sagt Dotseth.

Vorbild für andere
Doch nicht nur die Begeisterung für das Fach, sondern auch seine persönliche innere Einstellung haben Karimis Weg geebnet. „Ich habe nie locker gelassen, alles getan was ich konnte und immer darauf geachtet, wie ich mich benehme“, sagt Karimi. „Er ist ein Vorbild für andere, die einen Beruf erlernen möchten. Das Fachliche hat er bei uns gelernt, aber die Einstellung und das Durchhaltevermögen hat Khalid selbst mitgebracht“, betont Dotseth

Khalid Karimi (Mitte) mit seinen stolzen Ausbildern Jan Eddie Lindgren (links) und Erik Dotseth (rechts)

Willy Haugvik (links) und Khalid Karimi

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