Ein Dualer Student berichtet

HYVÄÄ HUOMENTA,

Was auf den ersten Blick wie ein Zungenbrecher aussieht, ist die finnische Übersetzung für „Guten Morgen“ und somit das erste was man hört, wenn in Finnland der Tag beginnt.

Mein Name ist Benjamin Harbrücker, ich bin 20 Jahre alt und Dualer Student bei Bilfinger. Ich studiere »International Business« an der Dualen Hochschule in Mannheim. Von Mitte Januar bis Mitte Mai 2015 habe ich meine Auslandspraxisphase bei Bilfinger Industrial Services Finland Oy verbracht.

Das Bilfinger Head-Office, das Pääkonttori, liegt etwas abgelegen zwischen Kran- und Baufirmen in einem Waldstück in Kulloo. Von meinem Apartment in Porvoo sind es mit dem Auto ca. 15 Kilometer zum Bilfinger Gelände, das neben dem Bürogebäude auch noch einen eigenen Mechanical Workshop besitzt. Derzeit beschäftigt Bilfinger in Finnland rund 320 Angestellte, im Head-Office sind rund 11 Mitarbeiter für das Management zuständig.

Die Operative Einheit, ist  hauptsächlich für die Instandhaltung, Reparatur und Modernisierung von Industrieanlagen zuständig und stellt ein wichtiges Standbein für den Konzern in Nordeuropa dar. Im April begann in einer der größten petrochemischen Raffinerien Skandinaviens in unmittelbarer Nähe ein Shutdown bzw. ein Turnaround. Darunter versteht man das Abschalten, Warten und die Wiederinbetriebnahme der gesamten Anlage. Bilfinger Industrial Services Finland Oy leisteten einen erheblichen Beitrag zur Umsetzung dieses Vorhabens: Mehr als 800 Bilfinger Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa kamen nach Finnland. Dies  war besonders für den interkulturellen Austausch interessant, da ich Kollegen aus ganz Europa kennen lernte und mein Netzwerk ausbauen konnte.

Meine Aufgaben waren spannend und vielseitig. Ich war vier Monate lang das Verbindungsglied zwischen den deutschen und finnischen Kollegen und habe bei der Kommunikation und bei der Lösung von Problemen geholfen. Außerdem habe ich Anfragen von Kollegen aus Finnland bearbeitet, wie etwa benötigte Waren wie Kabel, Rohre, Flansche und Fahrzeuge aus Deutschland zu beschaffen. Des Weiteren habe ich diverse administrative Aufgaben übernommen. Die Verwaltung von Arbeitsgenehmigungen für die ausländischen Kollegen des Turnarounds und das Abschließen und Kündigen von Verträgen für die Wohnungen der Kollegen sind nur einige Beispiele. Im Zuge einer Projektarbeit habe ich die Einkaufsstrukturen der Einheit untersucht und Lösungsvorschläge erarbeitet, wie die täglichen Einkaufs-aktivitäten vereinfacht und effizienter gestaltet werden können. Natürlich gab es bedingt durch die anspruchsvolle finnische Sprache einige Sprachbarrieren, mit Englisch war die Zusammenarbeit jedoch kein Problem. Neben meinen interessanten Aufgaben habe ich besonders die herzliche, offene und  freundschaftliche Atmosphäre unter den Kollegen geschätzt, sei es beim Arbeiten selbst, beim gemeinsamen Mittagessen mit über 100 Mitarbeitern in der Werkstatt oder bei den Kaffeepausen, in denen auch oft über persönliche Dinge gesprochen wurde. Die Zeit, die ich außerberuflich mit meinen Kollegen verbrachte, bestärkte mich in dem Gefühl, Freundschaften über das kollegiale Verhältnis hinaus aufgebaut zu haben.

Wahnsinnig beeindruckend ist die finnische Natur, in der ich viel Zeit verbracht habe. Besonders das Meer hatte eine anziehende Wirkung auf mich. Die Ruhe und Weite des Landes war ein starker Kontrast zu dem doch oft sehr hektischen Alltag in Deutschland. Die Nähe zu Helsinki ermöglichte es, diese wunderschöne und sympathische Stadt zu erkunden und viele besondere Eindrücke zu sammeln.

Mein Aufenthalt in Finnland war eine sehr eindrucksvolle Zeit und eine tolle Möglichkeit, das spannende operative Geschäft von Bilfinger hautnah zu erleben. Vielen Dank für die tolle Unterstützung von Stefan Karlson, meinem Ansprechpartner vor Ort! Danke Bilfinger Industrial Services Finland Oy!

KIITOS SUOMI

People@Bilfinger, Dualer Student Benjamin Harbrücker, Auslandsphase bei Bilfinger Industrial Services Finnland Oy

Benjamin Harbrücker


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