Industrieservice: Generalinspektion der TOTAL Raffinerie am Chemiestandort Leuna

Unter maßgeblicher Beteiligung der Bilfinger Spezialisten konnte die Generalinspektion der TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH am Chemiestandort Leuna im Herbst 2014 erfolgreich umgesetzt werden: der sogenannte Turnaround and Inspection (T & I) 2014. Die Leistungen von Bilfinger hatten ein Volumen von mehr als zehn Millionen Euro.

Der T & I am Standort Leuna zeigt exemplarisch die heutigen Anforderungen an einen Großstillstand. Gegenüber einer Ausführungsphase, die sich auf einen Zeitraum von rund sechs Wochen konzentriert, erstrecken sich die Vorbereitungen über drei Jahre. Die Raffinerie in Leuna gehört mit einer Verarbeitungskapazität von zwölf Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr zu den vier größten in Deutschland. Als Hersteller von Methanol ist sie die Größte des Landes. Beim T & I 2014 waren die Bilfinger Spezialisten unter anderem als sogenannter Unitkontraktor für mechanische Leistungen in der POX/ Methanolanlage verantwortlich. Der Leistungsumfang umfasste Planungsleistungen in der Vor- und Nachbereitung, Unterstützung beim Herunterfahren und beim Anfahren der Anlage, operative Leistungen in der Ausführungsphase sowie Managementleistungen.

Foto: TOTAL

Bilfinger führte in Abstimmung mit dem Kunden alle Leistungen selbstständig und eigenverantwortlich aus. Dies beinhaltete auch die Koordination von Subkontraktoren. Weitere Leistungen betrafen die Haupt- und Nebengewerke in den Bereichen Tanklager und Verladung, Lagerwirtschaft, Maschinentechnik in der POX/ Methanolanlage, die Revision von Regel- und Handarmaturen sowie Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Insgesamt wurden von Bilfinger Leistungen in einem Umfang von 250.000 Arbeitsstunden ohne meldepflichtige Unfälle erbracht. Als einer von zwei Vertragspartnern wurde das Unternehmen daher für konstant gute Sicherheitsarbeit als „Kontraktor des Stillstands 2014“ ausgezeichnet.

Neben dem Fokus auf akribische Planung und diszipliniertes Management ist für den TOTAL Turnaround-Manager Chris Kempe das richtige Maß an Flexibilität ein entscheidendes Erfolgskriterium: „Die größte Herausforderung bei einem Stillstand mit diesen Dimensionen ist die Organisation des Unerwarteten. Wir haben die unvermeidlichen Extraarbeiten in der Kapazitätsplanung ausreichend berücksichtigt und konnten so das enge Zeitfenster einhalten. Dabei ist die Erfahrung professioneller Servicepartner wie Bilfinger für uns eine unverzichtbare Hilfe.“ Für Bilfinger ergänzt Gerald Pilotto, Leiter der Division Industrial Maintenance: „Jeder große Stillstand ist für unsere Kunden und für uns als technischer Dienstleister mit einem Zugewinn an Erfahrung verbunden. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, dass dieses Know-how für den Kunden als wertvolles Erfahrungswissen erhalten bleibt. Es ist die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit beim nächsten Turnaround.“

Im Herbst 2014 und im Frühjahr 2015 arbeitet Bilfinger an Stillstandsprojekten in Deutschland, Finnland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Tschechien und den USA bei Energie- und Chemieunternehmen sowie in der Papier- und Konsumgüterindustrie. Zu den Kunden zählen unter anderem Borealis, BP, Essar, ExxonMobil, Huntsman, Ineos, Neste Oil oder Syngenta. 

Eine Raffinerie im Boxenstopp

In Rotterdam wurde eine komplette Raffinerie abgeschaltet, gewartet, erneuert – und wieder hochgefahren: Für acht Unternehmen der Bilfinger Gruppe zählten dabei vor allem Präzision, Schnelligkeit und genaues Timing.

Reportage

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