19. März 2008
Privatwirtschaftliche Lösung im Gesundheitswesen:
Bilfinger Berger und Siemens erhalten Auftrag für Krebstherapiezentrum in Kiel
Bilfinger Berger, als privater Partner im britischen und australischen Health Care Sektor etabliert, weitet sein Betreibergeschäft im Gesundheitswesen auf Deutschland aus. Eine Projektgesellschaft, an der Bilfinger Berger und Siemens jeweils zur Hälfte beteiligt sind, wurde vom Land Schleswig-Holstein ausgewählt, um ein neuartiges Partikeltherapiezentrum in Kiel zu planen, zu finanzieren, zu bauen und über einen Zeitraum von 25 Jahren zu betreiben. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 250 Mio. € handelt es sich um das bislang größte Public Private Partnership-Projekt im deutschen Gesundheitswesen. Das Eigenkapitalengagement von Bilfinger Berger beläuft sich auf 10 Mio. €.
Bilfinger Berger bringt seine weitreichende Erfahrung bei Finanzierung, Bau und Gebäudebetrieb ein, Siemens übernimmt den technischen Betrieb der Partikeltherapieanlage und der sonstigen Medizintechnik. Für die Verfügbarkeit des Therapiezentrums erhält die Projektgesellschaft ein vertraglich festgelegtes Entgelt.
Bei der Partikeltherapie handelt es sich um ein zukunftsweisendes Behandlungsverfahren für Krebserkrankungen. Dabei wird der Tumor hochenergetischer Teilchenstrahlung ausgesetzt, die im Vergleich zu herkömmlichen Methoden gezielt eingesetzt werden kann und dadurch deutlich geringere Nebenwirkungen hat. In Kiel sollen ab 2012 rund 3.000 Patienten im Jahr behandelt werden. Das Einzugsgebiet reicht von Norddeutschland bis nach Südskandinavien. Neben der Partikeltherapie wird das neue Zentrum auch über Einrichtungen zur konventionellen Krebsbehandlung und eine Bettenstation verfügen.
