24. Juli 2008
Energieeinsparung und Klimaschutz: Potenzial bei Immobilien nutzen
Investitionen zur Energieeinsparung bei Gebäuden zählen zu den wirkungsvollsten Maßnahmen im Klimaschutz. Bilfinger Berger leistet wichtige Beiträge, um den Energieverbrauch von Immobilien zu reduzieren und Emissionen zu verringern.
Forschungsinitiative ‚Ressourceneffiziente Gebäude‘ gestartet
So hat Bilfinger Berger gemeinsam mit Züblin und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eine Forschungsinitiative gestartet, um weitere Erkenntnisse über den effizienten Einsatz von Ressourcen während der Bau- und Betriebsphase von Gebäuden zu gewinnen. Zusammen mit mittelständischen Unternehmen sowie namhaften Projektpartnern aus der Wissenschaft stellt die Forschungsinitiative die Praxistauglichkeit von Technologien und Verfahren in den Mittelpunkt des auf 16 Monate angelegten Vorhabens. Die beteiligten Unternehmen und das Bundeswirtschaftsministerium investieren rund 3 Mio. € in das Gemeinschaftsprojekt.
In einem ersten Schritt werden ausgewählte Bestandsimmobilien analysiert, um Aufschlüsse über Optimierungspotenziale und effiziente Modifikationsmaßnahmen zu erhalten. Bilfinger Berger kooperiert dabei mit externen Forschungsinstituten und befasst sich vor allem mit zukunftsorientierter technischer Gebäudeausrüstung sowie innovativen Fassadensystemen. In einer geplanten zweiten Projektphase, die auf drei Jahre angelegt ist, werden die gewonnenen Erkenntnisse umgesetzt, durch intensives Monitoring verifiziert und weitere Potenziale aufgezeigt.
Lebenszyklusbetrachtung als zentraler Ansatz
Die ganzheitliche Betrachtung von Immobilien spielt im operativen Geschäft von Bilfinger Berger eine Schlüsselrolle. „Unsere Hochbaueinheiten führen den Dialog mit ihren Kunden auf Basis eines Lebenszyklusansatzes, da die langfristigen Betriebskosten entscheidenden Einfluss auf die Rendite einer Immobilieninvestition haben“, erklärt Prof. Hans Helmut Schetter, Vorstandsmitglied von Bilfinger Berger. Der Konzern bündelt Kompetenzen aus allen Fachdisziplinen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Immobilien. Dadurch kann Bilfinger Berger Wechselwirkungen zwischen den Phasen Entwicklung, Planung, Bau, Betrieb und Revitalisierung berücksichtigen und seinen Kunden weitreichende Optimierungsmöglichkeiten eröffnen.
Pilotprojekt mit der BASF in Ludwigshafen
Für die BASF untersuchen Spezialisten von Bilfinger Berger derzeit acht Immobilien unter energetischen Gesichtspunkten. Neben Bestandsaufnahme und Bewertung der technischen Gebäudeausrüstung umfasst der Auftrag auch eine fundierte Energieberatung und zeigt Handlungsoptionen einschließlich der zu erwartenden Investitionskosten auf. Die Untersuchungen haben im Mai begonnen und werden voraussichtlich im November 2008 abgeschlossen sein. Die BASF überprüft mit diesem Pilotprojekt, unter welchen energetischen Gesichtspunkten ihre über 300 Bestandsimmobilien auf dem Werkgelände in Ludwigshafen saniert werden können. Dem Auftrag ging eine 18-monatige Forschungskooperation voraus, in der Kriterien für eine Revitalisierungs- und Neubauplanung von Büroflächen der BASF entwickelt wurden.
Ganzheitlicher Ansatz im neuen Gütesiegel des Bundes berücksichtigt
Das Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung hat mit dem kürzlich vorgestellten Gütesiegel für nachhaltiges Bauen erstmals einen belastbaren Maßstab für die wirtschaftliche, ökologische, städtebauliche und technisch-funktionale Qualität von öffentlichen und privaten Gebäuden geschaffen. Der Kriterienkatalog entstand in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Bilfinger Berger hat in diesem Prozess erfolgreich darauf hingewirkt, die ganzheitliche Betrachtung von Planung, Bau und Betriebskosten angemessen zu berücksichtigen. „Das neue Gütesiegel des Bundes ist ein wichtiges Zertifizierungsinstrument und wird zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz von Gebäuden führen. Schließlich sind die Einsparpotenziale im Immobilienbereich weitaus größer als beispielsweise im Straßenverkehr. Nur durch die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von Gebäuden sind dabei wirklich nachhaltige Lösungen zu erzielen“, betont Prof. Hans Helmut Schetter.
