21. September 2004
Erstes Verwaltungsgebäude nach PPP-Modell in Deutschland: Bilfinger Berger saniert, erweitert und betreibt Kreishaus in Unna
Zusammen mit dem Kreis Unna verwirklicht Bilfinger Berger das erste Verwaltungsgebäude in Deutschland auf Grundlage einer Public Private Partnership (PPP)-Lösung. Nach der jetzt erfolgten Vertragsunterzeichnung wird der Sitz der Kreisverwaltung in Unna von Bilfinger Berger saniert, erweitert und anschließend über einen Zeitraum von 25 Jahren betrieben. Das Projekt beinhaltet auch Modernisierung und Betrieb von zwei weiteren Immobilen in der nordrhein-westfälischen Stadt. Finanzierungspartner ist die KfW IPEX-Bank, das Investitionsvolumen beläuft sich auf 20 Mio. €.
Der Immobilienservice während der Betriebsphase liegt in den Händen der seit 2002 zum Konzern gehörenden Gesellschaft Wolfferts. Bilfinger Berger zählt nach dem erfolgreichen Ausbau seiner Serviceaktivitäten in den vergangenen zwei Jahren zu den führenden Immobiliendienstleistern in Deutschland.
Der Konzern verfügt über langjährige Erfahrung mit privatwirtschaftlichen Betreiberprojekten im öffentlichen Hochbau. Im Auftrag der Regierung Großbritanniens hat Bilfinger Berger mit der britischen Botschaft in Berlin ein PPP-Projekt mit Modellcharakter verwirklicht. In England realisiert das Unternehmen zahlreiche Schulen und Krankenhäuser auf privatwirtschaftlicher Basis, von denen einige bereits in Betrieb sind. Darüber hinaus entstehen nach diesem Modell zwei Gefängnisse im australischen Bundesstaat Victoria.
Projekte wie das Kreishaus in Unna belegen die wachsende Bedeutung von Public Private Partnership in Deutschland. Um derartige Lösungen auch hierzulande zu fördern, hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen ein föderales Kompetenzzentrum zur Umsetzung von PPP-Projekten im öffentlichen Hochbau eingerichtet. Bilfinger Berger ist mit seinem umfassenden Know-how auf dem sich nun auch in Deutschland entwickelnden Markt hervorragend positioniert.
