6. Juni 2002
Entwicklung zur Multi Service Gruppe gewinnt Kontur: Bilfinger Berger übernimmt Dienstleistungskonzern Rheinhold & Mahla
Bilfinger Berger ist bei der Entwicklung zur Multi Service Gruppe ein weiterer bedeutender Schritt gelungen. Das Unternehmen erwirbt die Aktienmehrheit an der Rheinhold & Mahla AG, München, und strebt die vollständige Übernahme der Gesellschaft an.
Durch Übereinkunft mit den Aktionären Illbruck GmbH und Sabina Illbruck hat sich Bilfinger Berger eine Mehrheit von 55 Prozent des Aktienkapitals der Rheinhold & Mahla AG gesichert. Diese Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden. Die Deutsche Beteiligungs AG hat - vorbehaltlich der Zustimmung ihres Aufsichtsrats - für den von ihr gehaltenen 27-prozentigen Anteil Abgabebereitschaft signalisiert. Bilfinger Berger wird den Aktionären der Rheinhold & Mahla AG ein öffentliches Übernahmeangebot unterbreiten, um auch die in Streubesitz befindlichen Anteile von rund 18 Prozent zu erwerben. Die Unternehmensbewertung führte zu einem Preis von 13 € je Aktie. Daraus ergibt sich für 100 Prozent der Aktien eine Gesamtinvestitionssumme von 117 Mio. €.
Bilfinger Berger arbeitet konsequent an der Ausweitung von Dienstleitungen, die dem Kerngeschäft Bauen vor- und nachgelagert sind. Zu dieser strategischen Ausrichtung passt Rheinhold & Mahla perfekt. Der international ausgerichtete Dienstleistungskonzern entwickelt sich mit hohen Steigerungsraten im Servicebereich zum leistungsfähigen Partner anspruchsvoller Industriekunden. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2001 mit 8.500 Mitarbeitern eine Gesamtleistung in Höhe von 732 Mio. €. Bei einer EBIT-Marge von 3,4 Prozent belief sich der Jahresüberschuss auf 10,9 Mio. €. Die Gesellschaft wird von Anfang an - auch nach Goodwill-Abschreibungen - einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis von Bilfinger Berger leisten.
Rheinhold & Mahla erbringt 80 Prozent der Gesamtleistung in den Geschäftsfeldern Industrieisolierung und Industrieservice, Technische Dienstleistungen sowie Schiffsisolierung und -ausbau. Die verbleibenden 20 Prozent entfallen auf das Geschäftsfeld Baudienstleistungen.
