21. Januar 2002
Betreiberprojekte: "Who is afraid of raising tolls?"
Bilfinger Berger bei internationalem Kongress stark engagiert
Am 22. und 23. Januar 2002 treffen sich auf Einladung der Weltbank und des International Bankers Forum Experten aus der ganzen Welt in Frankfurt am Main zu einem Kongress über die Realisierung privatwirtschaftlicher Betreiberprojekte. Zu den führenden Teilnehmern zählen Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, und Peter Woicke, Executive Vice President der Weltbank. James D. Wolfensohn, Präsident der Weltbank, wird zeitweise aus Washington zugeschaltet. Die Bilfinger Berger Unternehmensgruppe beteiligt sich an der Gestaltung dieses international beachteten Forums.
Herbert Bodner, Vorstandsvorsitzender der Bilfinger Berger AG, weist darauf hin, dass die Vorteile privat finanzierter Betreiberprojekte in einer umfassenden Steigerung der Effizienz bestehen. Um dieses Potenzial zu nutzen und gleichzeitig den anhaltenden Investitionsstau in Deutschland aufzulösen, plädiert er für ein neues Rollenverständnis der Staates: „Bei Betreiberprojekten verlagert die öffentliche Hand bisher vom Steuerzahler zu tragende Risiken in die Privatwirtschaft, die bei einem ganzheitlichen Ansatz mit diesen Risiken professioneller umgehen kann. Wo immer es Sinn macht, beschränkt sich der Staat darauf, seinen Bedarf zu formulieren. Private Unternehmen treten in einen Wettbewerb, um diese Anforderungen unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten bestmöglich zu erfüllen.“ Die öffentliche Hand ist nicht mehr Investor, sie wird Nutzer von Dienstleistungen. Die jüngste Initiative des Bundesverkehrsministeriums zur privatwirtschaftlichen Finanzierung des sechsspurigen Ausbaus besonders belasteter Autobahnteilstücke wertet Herbert Bodner als ermutigenden Schritt in die richtige Richtung.
Dr. Walter Hinder, Vorsitzender des Arbeitskreises Private Finanzierung im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und Mitglied des Vorstands der Bilfinger Berger AG, hebt die positiven Erfahrungen mit Betreiberprojekten in europäischen Nachbarländern hervor: „In Frankreich werden seit langem Autobahnen und Schienenstrecken, aber auch Schulen, Universitäten und Haftanstalten mit privater Beteiligung realisiert. Am weitesten fortgeschritten ist Großbritannien. Bisher wurden über 350 Projekte mit einem Investitionsvolumen von fast 30 Mrd. € verwirklicht: Schulen, Krankenhäuser, Gefängnisse ebenso wie Brücken und Fernstraßen.“ Inzwischen werden in Großbritannien 20 Prozent der öffentlichen Investitionen unter Einsatz von privatem Kapital erbracht.
Im Rahmen des Kongresses in Frankfurt stellt Bilfinger Berger in Workshops praxisnahe Themen in den Mittelpunkt. Unter dem Titel "Who is afraid of raising tolls?" beschäftigen sich Fachleute mit den Erfahrungen bei mautfinanzierten Straßen, unter dem Motto "Better education through better schools" beleuchten Experten privatwirtschaftliche Schulprojekte in Großbritannien.
Bilfinger Berger verfügt auf seinen internationalen Märkten über langjährige Erfahrung bei privatwirtschaftlichen Projekten. So ist das Unternehmen am Betrieb des Beijing Lufthansa Center in China beteiligt und als Gesellschafter in der Bangkok Expressway Company engagiert, die wesentliche Teile des Hochstraßensystems in der thailändischen Hauptstadt betreibt. Weitere Beispiele sind das multifunktionale Veranstaltungszentrum Colonial Stadium in der australischen Stadt Melbourne sowie verschiedene Schul- und Krankenhausprojekte in Großbritannien. In Deutschland zählt Bilfinger Berger zu den Pionieren in diesem Segment. Hier ist das Unternehmen maßgeblich an der Realisierung des Herrentunnels in Lübeck beteiligt und hat mit dem neuen Botschaftsgebäude in Berlin im Auftrag des britischen Außenministeriums ein Pilotprojekt verwirklicht.
2nd European Congress on Private Sector Participation in Infrastructure
vom 22. bis 23. Januar 2002
Alte Oper, Frankfurt am Main
Kontakt:
Maleki Group Financial Communications & Consulting, Frankfurt am Main Telefon: +49 (0) 69 - 9 71 76 - 208
