BILFINGER BERGER IST EIN UNTERNEHMEN, DAS VON INGENIEUREN GEPRÄGT IST. AN ALLEN ECKEN DES KONZERNS WIRD GEFORSCHT, NEUES ENTWICKELT UND AUSPROBIERT.
DURCHBLICK STATT TOTSCHLAG
Die Forensik liebt sie schon lange: 360-Grad-Kameras, mit denen der Tatort lückenlos erfasst und die kleinsten Details analysiert werden können. Die Daten gelten als nicht manipulierbar. Auch bauperformance, ein Unternehmen der Bilfinger Berger-Gruppe, arbeitet mit einer solchen sphärischen Kamera und nutzt sie zur Baudokumentation und bei Gutachten. Den größten Nutzen aber haben Immobilienkunden: Statt meterweise Unterlagen bekommen sie eine kleine Festplatte in die Hand gedrückt. Beim virtuellen Gebäuderundgang finden sie dann sämtliche Bedienungsanleitungen und Wartungsprotokolle den entsprechenden Anlagen zugeordnet.
www.bauperformance.de
BRÜCKE AUS MÜLL
Eisenbahnbrücken aus Kunststoffmüll zu bauen – das ist zumindest ungewöhnlich. Centennial, ein amerikanisches Unternehmen von Bilfinger Berger, erhielt den Auftrag dazu in Fort Eustis, Virginia. Von der Gründung bis zu den Eisenbahnschwellen bestehen die beiden Brücken aus recycelten Plastikflaschen, Autoreifen und Industriekunststoffen. „Das Material ist vergleichsweise günstig, die Instandhaltungskosten gehen gegen null“, sagt Mike Halvorson von Centennial. Und das Beste: Über 150 Tonnen Abfall und fast 500 Tonnen Treibhausgase sind in den Brücken gebunden.
www.axionintl.com
www.cce-inc.com
EXPLOSIONSSCHWEISSEN
„Eine Sprengung ist der Versuch der Zerstörung“, sagt Wikipedia und irrt sich. Steinmüller Africa zündet Sprengladungen, um Bauteile zu verbinden, etwa Rohr und Lochplatte in einem Wärmetauscher. Die im Rohrende gezündete Sprengladung erzeugt eine Druckwelle, die das innenliegende Bauteil aufweitet und in die Ummantelung presst. Steinmüller ist ein Unternehmen der Bilfinger Berger-Gruppe mit Sitz in Südafrika.
www.bbps.bilfinger.com
MATHE HILFT DER WIRTSCHAFT
Wie Bauteile über einen langen Zeitraum möglichst effizient zusammenwirken, ist nicht nur für Ingenieure, sondern auch für Mathematiker eine knifflige Frage. In einem Kraftwerk gibt es unendlich viele Möglichkeiten, Rohre zu verlegen, Biegungen, Druck, Wanddicken und Materialien zu gestalten. Bei einem Gebäude ist es nicht anders, jede kleinste Veränderung wirkt sich auf das Ganze aus. Wirtschaftsmathematiker der Universität Erlangen-Nürnberg entwickeln nun gemeinsam mit Bilfinger Berger ein mathematisches Modell, mit dem es leichter sein soll, die perfekte Lösung zu errechnen. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt.
STREET VIEW WÖRTLICH
Die Autos von Google Street View haben die Kameras auf dem Dach, die von Bilfinger Berger Infrastructure Services unter dem Heck. Zwei Hochgeschwindigkeitskameras erfassen Straßenschäden, eine Software klassifiziert sie nach Art und Dringlichkeit, errechnet die je nach Verkehrsaufkommen und Anwohnerbedürfnissen günstigste Reparaturzeit, und spuckt schließlich säuberlich geschnürte Sanierungspakete aus – nicht nur für heute, sondern gleich für die kommenden Jahre. Die Betreiber von Straßen können auf diese Art langfristig planen, statt nach jedem Winter mit Teereimer und Rüttler Patrouille zu laufen.
SCHWIMMENDE ÄPFEL
Bei der Kelterei Knill am Bodensee schwimmen die Äpfel zur Verarbeitung, statt über ein Fließband zu rumpeln. Das schont die Früchte auf dem Weg zur Presse. Blätter und kleinere Äste werden unterwegs mit einem Trommelsieb abgefangen und gelangen nicht in den Saft. Eine Technik von Passavant-Geiger. Eigentlich verdient das Unternehmen von Bilfinger Berger sein Geld mit ganz anderen Filtern und Pressen: solchen, die Industrieschlämme und kommunale Abwässer reinigen.
www.passavant-geiger.de







