DER BILFINGER BERGER AWARD
Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden: Es gibt vorbildliche Lösungen in der Stadtplanung, irgendwo werden sie entwickelt, ausprobiert und sind von Erfolg gekrönt. Doch die Planer anderswo wissen nichts davon. Also wenden sie ihre alten Methoden und Verfahren an – und erreichen weniger, als sie könnten. Dem will der Bilfinger Berger Award abhelfen. Der Preis, der in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgelobt wurde, will den Austausch von Wissen und Erfahrung in der Stadtentwicklung fördern und dabei neue Impulse für Deutschland liefern.
Das wissenschaftliche Prognos-Institut begutachtete 120 Projekte in der ganzen Welt und legte die besonders vorbildlichen Lösungen einer Jury unter Vorsitz von Professor Klaus Töpfer, dem ehemaligen Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, vor. Die Jury entschied sich einstimmig, der Stadtteil-Erneuerung „Kvarterløft Holmbladsgade“ in Kopenhagen den Preis von 50 000 Euro zuzusprechen. „Das Projekt zeigt, dass eine gut organisierte Bürgerbeteiligung unabdingbar ist“, lobte Klaus Töpfer. Herbert Bodner, der Vorstandsvorsitzende von Bilfinger Berger, zeigte sich beeindruckt, dass „die Interessengruppen partnerschaftlich nach Lösungen suchten, statt sich zu bekämpfen, wie es in Deutschland häufig zu beobachten ist“.
Der Bilfinger Berger Award sei „keine Auszeichnung, mit der sich der Preisstifter schmücken kann wie mit der Unterstützung eines Golfturniers“, urteilte die „Süddeutsche Zeitung“ zur Verleihung: „Es ist ein sozial orientierter Preis von der Art, wie es sie viel öfter geben sollte.“
Bilfinger Berger Magazin 2/2009
