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Bilfinger BergerBilfinger Berger Magazin 1/2009

Difu-Studie sagt stabilen Markt voraus

ÖFFENTLICHE HAND MIT PPP ZUFRIEDEN
Auch wenn der Markt für PPP-Vorhaben in Deutschland durch die Finanzkrise eine Abkühlung erfährt, so wird er sich doch mittelfristig stabil weiterentwickeln. Bis 2014 wird ein „gewaltiges“ Projektvolumen von fast 15 Milliarden Euro realisiert werden, bestätigt das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) aufgrund einer Befragung bei Kommunen, Ländern und Bund.

Bei den kommunalen Investitionen sei eine PPP-Quote von bis zu fünf Prozent zu erwarten, für Bund und Länder liegt der Wert etwas niedriger. Die Quote bleibt damit aber noch weit entfernt vom anspruchsvollen Ziel der Bundesregierung, den Anteil von PPP-Projekten auf 15 Prozent zu heben.

Laut Difu haben von 541 Teilnehmern der Studie 18 Prozent angegeben, dass sich in ihrem Einfluss bereich PPP-Vorhaben in der Vorbereitung befinden. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Projekten, bei denen die öffentliche Hand eine Ausgestaltung als PPP für denkbar hält. Insbesondere in den Groß städten geht man davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren PPP-Projekte angestoßen und realisiert werden.

Für die bereits absehbaren Vorhaben ergibt eine Hochrechnung des Difu ein Projektvolumen von neun Milliarden Euro. Dazu errechnet das Institut ein Poten zial von mehr als fünf Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren. Kumuliert er - geben sich so bis 2014 Maß nahmen im Gesamtvolumen von 14,2 Milliarden Euro.

Damit das ganze Potenzial ausgeschöpft wird, seien, so die Autoren, eine weiterhin positive Entwicklung der PPP-Rahmenbedingungen und großes Engagement bei den beteiligten Akteuren erforderlich.

Eine parallel von der Unternehmensberatung TellSell Consulting durchgeführte Befragung von Unternehmen ergab bei zentralen Themen Konsens zwischen öffentlichen und privaten Partnern: Beide stim men darin überein, dass die wichtigsten Faktoren für den Erfolg eines PPP-Projekts in der Frühphase liegen. Drei Viertel der Partner beider Sektoren sind mit ihren PPP-Erfahrungen zufrieden. (li)

LITERATURTIPP:
Beide Studien finden sich in dem gerade erschienenen Handbuch „Public Private Partnership in Deutschland“, Hg. Frank Baumgärtner, Thomas Eßer und Rudolf Scharping. Das Nachschlagewerk mit Beiträgen u.a. von Peer Steinbrück, Roland Koch und Thilo Sarrazin bietet einen umfassenden Überblick über den deutschen PPP-Markt und alle derzeit relevanten Projekte.
ISBN 978-3-89981-183-4, 78 Euro.

Bilfinger Berger Magazin 1/2009