Jennifer Scott - Dank einer Radioshow bei Bilfinger.
Im Zuge der Wirtschaftskrise hatte die Bauingenieurin 2009 ihren vorherigen Job bei einem kleinen Ingenieurbüro gerade verloren. Da ermunterte ihre Schwester Rebecca sie, in einer aktuellen Sendung über die Auswirkungen der Krise aufzutreten. „Ich habe nur ihr zuliebe zugesagt“, erinnert sich die Managementassistentin Projektentwicklung bei Bilfinger Berger Project Investments (BBPI) in Vancouver und kann sich rückblickend ein Lachen nicht verkneifen. Doch damals zog sich ihr Magen allein bei der Vorstellung zusammen, vor Tausenden von Zuhörern zu sprechen. Doch es hat sich gelohnt: Die Frau des damaligen Leiters der Projektentwicklung von Project Investments, Steve Small, der eine Assistentin suchte, hörte die Sendung und fand Jennifer Scott auf Anhieb interessant. Der Radiosender vermittelte den Kontakt und wenig später hatte die junge Frau ein Vorstellungsgespräch.
Von Haus aus Ingenieurin, erobert Scott bei BBPI seither neues berufliches Terrain im kaufmännischen Bereich. Sie untersucht und identifiziert Wettbewerbsvorteile, bereitet Angebote für Betreiberprojekte vor, unterstützt Partner bei der Erarbeitung von Vereinbarungen und bei internen Freigabeprozessen, besorgt die erforderlichen Dokumente und koordiniert die Zusammenarbeit mit Partnern. „Anfangs bedeutete die neue Aufgabe eine große Umstellung für mich“, sagt die 30-Jährige. Doch gerade in dieser Konfrontation mit Herausforderungen besteht für sie der Reiz ihrer Position bei Bilfinger Berger.
"Ich finde es toll, das Bilfinger jungen Leuten schon nach kurzer Zeit so viel zutraut."
Mit ihrem Engagement empfahl sich Scott schon bald für verantwortungsvolle Aufgaben. Nur sechs Monate nach ihrem Start bei BBPI nahm sie im November 2009 am Schengen Forum in Luxemburg teil, einem dreitägigen Qualifikationsprogramm für ausgewählte junge Talente im Unternehmen. „Das war eine riesige Erfahrung, allein schon durch die Reise in die BBPI-Zentrale in Luxemburg. Noch dazu habe ich dort viel gelernt und unsere Geschäftsführer sowie interessante Kollegen aus anderen Unternehmensbereichen getroffen“, schwärmt sie. „Ich finde es toll, dass Bilfinger Berger jungen Leuten schon nach kurzer Zeit so viel zutraut.“
Im Konzern sieht Scott für sich daher beste Entwicklungschancen. Im Unternehmen werde Leistung ebenso wie hohe Einsatzbereitschaft honoriert. Das gelte für Männer wie Frauen: „Viele Nachwuchskräfte sehen in Bilfinger Berger immer noch einen reinen Baukonzern, der von Männern dominiert wird. Dem entgegne ich, dass wir inzwischen ein internationaler Dienstleistungskonzern sind, mit exzellenten Perspektiven für Frauen“, ist die Nachwuchskraft überzeugt. Weibliche Führungskräfte wie die Project Investments- Finanzleiterin Dagmar Rehm seien das beste Beispiel dafür. Mit der Dänin Lone Fønss Schrøder gebe es nun auch eine Frau im Aufsichtsrat. An Familie denkt Scott derzeit noch nicht: „Im Moment zählt für mich, in meinem Beruf voranzukommen. Dazu muss ich flexibel und erreichbar sein. Mit Familie ist das sicher schwieriger.“

