HANS-HERMANN JUNGE, NIEDERLASSUNGSLEITER VON IBM IN MÜNCHEN, IST FÜR DIE "SMARTER BUILDINGS"-INITIATIVE VERANTWORTLICH. EIN INTERVIEW.
Bei „Smarter Buildings“ geht es darum, Gebäude effizienter zu machen. Diese Idee treiben IBM und Bilfinger Berger gemeinsam voran. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?
Nun, es ist eine äußert innovative Zusammenarbeit, die viel Spaß macht. Wir wollen gemeinsam den Markt erobern.
Eine so enge Kooperation zwischen zwei großen Unternehmen ist ungewöhnlich. Zeichnet sich hier ab, wie die Wirtschaft künftig funktioniert?
Ja, alleine können selbst Global Player die Fragen der Zukunft nicht mehr beantworten. Wir brauchen Partnerschaften. Das setzt den Willen zum Vertrauen voraus: Wer kann was besser? Und jeder trägt seine Mosaiksteine zum Gesamtbild bei.
Welche sind das?
IBM analysiert hochkomplexe Probleme und erarbeitet zur Lösung die entsprechende Software. Bilfinger Berger managt Immobilien und kennt die wichtigen Stellschrauben, etwa für Energieeffizienz. IBM und Bilfinger Berger sind komplementär.
Haben Sie schon gemeinsame Aufträge für smarte Gebäude?
Ja, wir haben gerade mit MTU Aero Engines in München eine Vereinbarung getroffen. Ich bin sicher, dass die Nachfrage gerade in Deutschland schnell wachsen wird. Die Energiewende mit dem Atomausstieg hin zu den Regenerativen und einer dezentralen Versorgung findet nicht nur auf dem Papier statt. Die Energiekosten werden weiter steigen. Also wird Energie zu einem viel wichtigeren Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit.
Sie sehen also große Perspektiven?
Unsere Prognose ist, dass in den nächsten fünf Jahren im „Smarter-Buildings“-Bereich in Deutschland eine Milliarde Euro umgesetzt wird. Vor allem geht es künftig darum, wie man Energie im Tagesverlauf möglichst effizient nutzt: ein Markt mit Innovationen aus Deutschland, an denen sich die Weltwirtschaft orientieren wird.

Hans-Hermann Junge,
Niederlassungsleiter von IBM in München
Smarter Planet
Gewachsene Beziehung
Smarter Produktionsstandort






