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Bilfinger BergerBilfinger Berger Magazin 1/2008

Was Schüler in Deutschland essen

In Deutschland wächst die Zahl der Ganztagsschulen und damit die Diskussion um einen sinnvollen Mittagstisch. Ende 2007 wurden vom Bundesministerium für Ernährung Qualitätsstandards für die Schulverpflegung vorgelegt, die neben einem fettreduzierten Speiseplan täglich Rohkost, Obst, ein vegetarisches Alternativgericht und den Verzicht auf Formfleisch anregen. Die Standards sind zwar höher als in Großbritannien, dafür aber nicht verpflichtend, denn Schulessen sind Ländersache.
Nur 20 Prozent der Schüler schmeckt,was in der Kantine serviert wird, stellte eine Studie der Universität Göttingen fest. Das ist kein Wunder, denn um hochwertig und kostendeckend zu kochen,wären Mindestpreise um die fünf Euro pro Essen angesagt. Das wollen oder können viele Eltern nicht zahlen. Schließlich sind auch zu Hause die häufigsten Gerichte Dosenravioli, Instantsuppen, Fischstäbchen und Pizza. Einer Studie des Dortmunder Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) zufolge isst jeder fünfte Heranwachsende täglich eine Tiefkühlpizza oder Fertigsuppe. Dies entspricht auch dem gesamteuropäischen Trend.

Bilfinger Berger Magazin 1/2008